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Großbritannien: zwei Autos zum Preis von einem
11.11.2008 von Christoph Römer

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Das nennt man wohl einen Appell an die Ur-Instinkte der Menschen. Um seine Dodge Avengers loszuwerden, hat der englische Internethändler Broadspeed.com mit Sitz in Colchester kurzerhand zwei Modelle zum Preis von einem angeboten.

Und siehe da: potentielle Käufer, die vormals keinerlei Bedarf für einen Wagen hatten, griffen im Doppelpack direkt mal zu. So berichtet Robert Krippgans im Autoweblog:

“Das war unglaublich”, sagte Geschäftsführer Simon Epson der Zeitung “Guardian”, “wir haben zwei Monate lang versucht, diese Autos im Internet zum halben Preis zu verkaufen, das ging zwar, aber es war nichts Besonderes”. Als er das Angebot in “Zwei für einen” änderte haben sich auf einmal 22.000 Kunden gemeldet.

Eigentlich schade, denn nach meinem Dafürhalten ist dies genau das falsche Signal. So kommen noch mehr Spritfresser auf die Straße und vermutlich fallen die Preise künftig noch weiter. Schließlich werden sich viele der Dodge-Käufer überlegen, das überschüssige zweite Modell wieder zu verkaufen. Und das vermutlich zum halben Preis….

Kategorie: Dodge

3 Kommentare zu “Großbritannien: zwei Autos zum Preis von einem”

  1. Christian schreibt:

    Mensch Christoph, Deine Antipathie gegenüber amerikanischen Autos ist nicht zu übersehen :-)
    Aber der Avenger ist nicht so spritschluckend wie angenommen. Der Diesel kommt aus dem VW-Regal und begnügt sich mit 6,2 Liter im Drittelmix, der 2.0L Vierzylinder-Benziner braucht 7,8 Liter. Der 2.4 nimmt sich 8.9 Liter. Im Vergleich mit anderen deutschen / französischen usw. Mittelklasselimousinen nicht wirklich überragend viel ;-)

  2. Christoph Römer schreibt:

    Hallo Christian und besten Dank für den Hinweis.

    Meine Rechnung geht ein wenig anders: wenn ich die Zahlen mit “2″ multipliziere, komme ich auf satte 12,4 Liter bei den beiden Dieseln und 15,6 Liter bzw. 17,8 Liter bei den Benzinern.

    Schließlich wird ja auch der mutmaßliche Zweitwagen gefahren ;)

  3. Christian schreibt:

    Okay, dann gehts Dir also nicht um den Dodge an sich, sondern die fragwürdige Art Autos zu verkaufen? Zwei andere Mittelklassewagen würden ja nicht besser dastehen :-)

    Ich bin ja generell eher der Meinung, dass jedes moderne Auto “Umweltverschmutzung” ist. Die Energiebilanz eines Youngtimers / Oldtimers, der 20 und mehr Jahre auf dem Buckel hat, sieht wesentlich besser aus als die eines frisch ab Werk zugelassenen Wagens, denn der muss durch den geringeren Verbrauch erstmal die bei der Produktion verbrauchte Energie wieder einspielen.
    Bei Amis, die statt mit dickem V8 jetzt mit 4 oder 6 Zylindern auskommen müssen, mag das schneller gehen, aber im Durchschnitt der gesamten Automobilindustrie ist das eher fraglich. Gebrauchtwagen sind also umweltfreundlicher als Neuwagen :)

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