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Tazzari Zero - italienischer Elektroflitzer
04.02.2009 von Christoph Römer

Als ich den Namen Tazzari Zero zum ersten Mal hörte, dachte ich unweigerlich an Espresso. Und zwar koffeinfreien. Doch weit gefehlt, denn hier ist das erste italienische Elektroauto gemeint, das laut Auto Motor und Sport sogar noch in diesem Jahr in Serie gehen soll.

Das Unternehmen kommt dabei aus der durchaus auto-affinen Stadt Imola und möchte bereits zum Marktstart in allen europäischen Märkten Präsenz zeigen. Ehrgeizig doch vielleicht ist die Welt ja mittlerweile bereit, um kleine Elektroautos zu kaufen.

Denn klein ist der Wagen auf jeden Fall, um nicht zu sagen sehr klein. 2,89 Meter Länge bei einer Breite von 1,55 Meter und 1,40 Meter Höhe - da sind natürlich nur zwei Sitze möglich. Dafür aber ein reiner Elektroantrieb:

Für Vortrieb sorgt ein 15 kW starker asynchroner Drehstrommotor an der Hinterachse, der mit seinem maximalen Drehmoment von 150 Nm den 542 Kilogramm schweren Zero in unter fünf Sekunden von Null auf 50 km/h beschleunigen soll. Seine Energie zieht der E-Motor aus einer Li-Io-Fe-Batterie, die an jeder herkömmlichen Steckdose in rund neun Stunden geladen werden kann.

Die übrigen Zahlen sind ebenfalls beeindruckend oder zumindest ausreichend: 140 Kilometer Reichweite riecht sehr nach Stadtverkehr und auch die V-Max von 90 km/h ist eher an innenstädtische Gepflogenheiten und Bedürfnisse angepasst. Für die wochenendlichen Einkäufe dürften dann auch die 160 Liter Stauraum ausreichen.

Doch einen Haken hat das Ganze meiner Meinung nach. Gemeint ist der Preis. Denn auch, wenn das gute Stück mit allerlei Annehmlichkeiten versehen ist: runde 20.000 Euro dürften nicht gerade zu einem Verkaufshit führen. Oder hat jemand in Krisenzeiten soviel übrig, um einen Kleinstwagen zu erstehen?

Kategorie: Marken

Ein Kommentar zu “Tazzari Zero - italienischer Elektroflitzer”

  1. Michael schreibt:

    Über welches Händlernetz wollen sie den Zero vertreiben? Ansonsten kann ich mir schon vorstellen, dass den jemand kauft. Ökobewusste, gut verdienende Stadtbewohner, die bisher noch auf ein Auto verzichten, der Umwelt zuliebe. Nicht, dass das eine riesengroße Zielgruppe wäre *g*.

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