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carmondo News-Blog
23.07.2009 von julian
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking tritt von seinem Amt zurück und verlässt den Sportwagenhersteller mit Sitz in Zuffenhausen. Der bisherige Produktionschef Michael Macht übernimmt seinen Posten.
Mit Wiedeking geht eine Ära zu Ende, die seit 1993 andauert. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Volkswagen den Sportwagenbauer Porsche übernimmt und ihn als zehnte Marke in den Konzern eingliedert. Neu wäre eine Zusammenarbeit von VW und Porsche nicht, immerhin sind beide Unternehmen seit der Gründung eng miteinander verstrickt.
Der Käfer, das erste Fahrzeug des Volkswagenkonzerns, wurde von keinem geringeren als Ferdinand Porsche selbst konstruiert.
Nach dem zweiten Weltkrieg erst baute Ferry Porsche, Sohn von Ferdinand Porsche, den ersten Sportwagen mit VW-Teilen. Der Sportwagenhersteller war geboren.
Und die Zusammenarbeit ging weiter. 1969 kam der Porsche 914 auf den Markt. Als VW-Porsche verkauft, ist der 914 bis heute umstritten. Modelle mit dem Vierzylinder-Boxermotor waren im Kfz-Brief als Volkswagen ausgewiesen, die stärkeren Sechszylinder-Boxer als Porsche.
1976 folgte dem VW-Porsche 914 der 924. Der von einigen 911er-Fans lieblos getaufte “Hausfrauen-Porsche” verkaufte sich gut und wurde im Audi-Werk in Neckarsulm produziert. Zunächst war der Porsche 924 auch als Audi-Modell geplant, der VW-Konzern beerdigte diese Pläne aber im Zuge der Weltwirtschaftskrise. So kaufte Porsche die Rechte an der Konstruktion und verkaufte das Fahrzeug unter eigenem Namen.
Der Porsche 944, der 1981 auf den Markt kam, war eine Weiterentwicklung des Porsche 924. Im 944 setzte Porsche im Gegensatz zum 924 allerdings selbstentwickelte Motoren ein. Das leistungsstärkste Modell des 944 mit dem Beinamen Turbo erreichte 250 PS.
Die Zusammenarbeit von VW und Porsche wird aktuell mit den Modellen Touareg und Cayenne fortgeführt. Beide Fahrzeuge stammen aus einer gemeinsamen Entwicklung der Autokonzerne.
Wie die Zukunft aussehen wird, wenn Porsche von Volkswagen geschluckt und eine der vielen Marken des riesigen Konzerns wird, ist natürlich unklar. Es bleibt nur zu hoffen, dass Porsche-Fahrzeuge weiterhin eigenständig bleiben und der Mythos des deutschen Sportwagenherstellers aufrecht erhalten wird. (via spiegel.de/auto)
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