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Die auto(besser)wisser


carmondo News-Blog

Archive for August, 2009

IAA live - im carmondo News-Blog
August 31st, 2009 von julian

Es ist nicht mehr lange hin, bis die IAA in Frankfurt ihre Tore öffnet. Für Leser des carmondo News-Blog kein Grund, in Panik zu verfallen. Um live dabei zu sein, muss man sich noch lange nicht in das Gequetsche und Gedränge auf den Ausstellungsständen der Automobilhersteller stürzen - das machen ganz einfach wir für Euch.


Ab dem 16. September gibt es täglich News aus Frankfurt. Wir sind live vor Ort, um für Euch die Highlights der Automobilausstellung zu knipsen. Was wir berichten, bestimmt Ihr!


Schreibt uns einfach Eure Vorschläge als Kommentar in den Blog oder als Antwort in den IAA-Thread des carmondo Forum. Den Rest erledigen wir.

BMW Vision Efficient Dynamics: Reine Power
August 31st, 2009 von julian

Feiner, graziler gezeichnet könnte die neue Studie von BMW zur IAA in Frankfurt wohl nicht sein. Die Vision Efficient Dynamics erinnert an der Front an die BMW M1 Hommage Studie, ist mit einem Dreizylinder-Diesel und zwei Elektromotoren allerdings als sportlich-ökologische Alternative angedacht.


4,60 Meter lang ist der 2+2 Sitzer von BMW, mit einer Höhe von gerade einmal 1,24 Metern soll er extrem windschnittig sein. Das glaubt man beim Anblick des Vision Efficient Dynamics sowieso sofort. Die Seitenlinie mit den großen Flügeltüren könnte kaum futuristischer gestaltet sein.


Das Heck ist aber der wahre Hingucker dieser außergewöhnlichen Hybrid-Studie. Aus mehreren Schichten ist der bullige Abgang zusammengesetzt, der cW-Wert liegt bei nur 0,22.


Dennoch wäre BMW nicht BMW, wenn die neue Vision Efficient Dynamics nur sparen könnte - und nicht gleichzeitig spurten. Der eigentlich spaßfrei klingende Dreizylinder-Turbodiesel schöpft so aus 1,5 Litern Hubraum 163 PS. Sein maximales Drehmoment von 290 Newtonmetern greift ganz typisch an der Hinterachse. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll sportliches Fahren mit niedrigen Verbrauchswerten koppeln.

Dazu kommen zwei Elektromotoren, die die Dynamik sowie Effizienz der BMW Studie noch einmal steigern sollen. Mit einer Leistung von 38 kW und 290 Newtonmetern Drehmoment sorgt der leistungsschwächere E-Motor an der Hinterachse für Zusatz-Power.


Der zweite Elektromotor agiert an der Vorderachse des BMW und leistet 60 kW - auch hier steht dem Öko-Fahrer also genug Leistung zur Verfügung. Zumal dieses Aggregat kurzzeitig bis zu 104 kW aufbringt und den BMW Vision Efficient Dynamics in Rekordzeit beschleunigt.


In unter fünf Sekunden spurtet die BMW Studie von Null auf 100 Kilometer pro Stunde, mehr als 250 km/h Top-Speed sollten dank Leichtbauweise und einem Gewicht von 1.395 Kilogramm möglich sein.


Was aber bringt die kräftige Hybrid-Studie tatsächlich im Hinblick auf den Verbrauch? BMW spricht beim Vision Efficient Dynamics von einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,76 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometern. Der CO2-Ausstoß soll demnach bei genau 99 Gramm pro Kilometer liegen. Und das bei Fahrwerten, die an einen Sportwagen mit dickem Achtzylinder erinnern.


Schade nur, dass diese Studie in diesem außergewöhnlichen Outfit sicher nie in Serie gehen wird.

Hamann Mercedes G 55 AMG: Rasender Klotz
August 28th, 2009 von julian

Sie werden einfach nicht müde die traditionsreiche, klassische G-Klasse aufzumotzen. Die Tuner von Mercedes-Benz haben es immer wieder auf den kantigen Geländewagen abgesehen. Warum, erschließt sich mir nicht wirklich. Der G ist eigentlich ein astreiner Offroader, wer fährt mit diesem Klotz schon rasend über die Autobahn?


Die Hamann-Kunden vielleicht. Mehr als genug Leistung haben sie nach den neuesten Modifikationen auf alle Fälle. Glatte 600 PS leistet der 5,4 Liter Achtzylinder, nachdem Hamann Hand angelegt hat. Diese Leistung steht im G 55 AMG dank Optimierung der Motorelektronik, Metall-Katalysatoren und einer Sechsrohr-Sportauspuffanlage zur Verfügung.


Mit einem brachialen Drehmoment von 782 Newtonmetern spurtet der gepimpte Klotz in nur 5,1 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Von Luftwiderstand scheint der Hamman Mercedes noch nie etwas gehört zu haben. Und so zieht der eigentliche Geländewagen auch mal eben auf seine Top-Speed von 261 Kilometer pro Stunde.


Mit 24 Zöllern, einem Diffusor und Dachkantenspoiler ausgerüstet, rennt der ganz besondere G 55 AMG manch einem Sportwagen davon. Den Sinn dahinter muss wohl jeder für sich selbst finden. Für das Gelände taugt der Offroader nach der Hamann-Behandlung jedenfalls nicht mehr. Und die Verbrauchswerte fallen sicher auch alles andere als niedrig aus. (via Mercedes-Benz Passion Blog)

Lotus Exige Cup 260: Puristischer Fahrspaß in neuer Auflage
August 28th, 2009 von julian

Lotus steht für puristisches, kompromissloses Fahrvergnügen wie wohl kein anderer Sportwagenhersteller dieser Welt. Mit dem überarbeiteten Exige Cup 260, der ab sofort bestellbar ist, werden die Engländer diesem Anspruch mal wieder mehr als gerecht.


Der straßenzugelassene Racer schöpft aus einem 1,8 Liter Vierzylinder dank Kompressoraufladung 260 PS. In nur 4,1 Sekunden geht es in dem Coupé damit von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Die bei den Lotus Fahrzeugen klassisch weniger wichtige Endgeschwindigkeit ist bei 245 km/h erreicht.


Zu erkennen ist der Exige Cup 260 an seiner tiefen Frontschürze samt riesiger Lufteinlässe und dem überdimensionierten Heckspoiler. Neben den Fahrleistungen ist aber auch der Verbrauch des Lotus bemerkenswert. Nur 8,5 Liter Kraftstoff sollen in die vier Töpfe des Benzinmotors auf 100 Kilometer fließen. Ein beachtlicher Wert bei der Leistung von 260 PS.


Bevor man mit dem Exige Cupe 260 das Sparen anfangen kann, muss man aber 62.950 Euro auf den Tisch blättern. Klar, es mag günstigere Arten der Mobilität geben. Aber gibt es spaßigere?

Audi: Drei neue Modelle auf der IAA in Frankfurt
August 28th, 2009 von julian

Audi zeigt auf der IAA in Frankfurt gleich drei neue Fahrzeuge. Der erst kürzlich vorgestellte Audi A5 Sportback kommt in der S-Version, der Audi A4 wird mit dem besonders sauberen 3.0 TDI clean diesel ausgestattet und der A3 erhält einen neuen Einstiegsbenziner mit 1,2 Litern Hubraum und 105 PS.


In der sportlichsten Neuvorstellung, dem Audi S5 Sportback, kommt der gleiche Sechszylinder zum Einsatz wie auch schon im Audi S4. Der V6 mit drei Litern Hubraum und Kompressoraufladung leistet 333 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern.


So befeuert spurtet der viertürige S5 in 5,4 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Zum Vergleich: Das noch mit einem Achtzylinder angetriebene S5 Coupé mit einer Leistung von 354 PS schafft diesen Spurt nur 0,3 Sekunden schneller. Und verbraucht dabei mal eben knapp 2,5 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer. der neue Sechszylinder im Audi S5 Sportback soll sich mit nur 9,7 Liter Kraftstoff begnügen. Die Endgeschwindigkeit der beiden S-Versionen ist zumindest ab Werk gleich.


Bei 250 km/h werden die beiden Coupés abgeregelt. Ebenso wie die zweite Neuvorstellung von Audi auf der IAA - der A4 3.0 TDI clean diesel quattro. In nur 6,2 Sekunden beschleunigt das Aggregat den Audi A4 von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Dabei soll der Dieselmotor in der Limousine nur 6,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrennen. Und erfüllt mal eben die strenge Euro-6-Norm.


Das dritte Highlight auf dem Messestand der Audi AG ist der neue A3 mit 1.2 TFSI-Motor. Dank Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung kommt der kleine Vierzylinder auf eine Leistung von 105 PS. In 11,1 Sekunden erreicht der A3 so motorisiert 100 Kilometer pro Stunde. Der Verbrauch entschädigt für die mäßigen Fahrleistungen: Nur 5,5 Liter Kraftstoff soll der neue Benzinmotor verbrennen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 127 Gramm pro Kilometer.

Manhart BMW Z4 M V10: Höllenracer mit M5-Motor
August 28th, 2009 von julian

Manhart Racing lacht über BMW M-Modelle. Der schöne, kleine, spritzige Z4 M Roadster der Vorgängerreihe mit Stoffdach, das ist ein Kinderspielzeug. Der 3,2 Liter große Sechszylinder mit einer Leistung von 343 PS - lächerlich!


Wie soll in dem Auto denn bitte Fahrspaß entstehen? Für Manhart Racing scheint das unerklärlich. Dann legt der Tuner eben selbst Hand an. Und verbaut einen wirklich sportlichen Motor, mit ein bisschen mehr Hubraum, ein bisschen mehr Leistung und ein bisschen mehr Sound - den Fünfliter-V10 aus dem aktuellen BMW M5.


Ist dieser riesige Koloss in den Motorraum des BMW Z4 M gequetscht, folgt erstmal eine Kat-Konvertierung und eine Modifizierung der Motorsteuerung. Das Resultat lässt dann tatsächlich auf größeren Fahrspaß schließen. 550 PS leistet das Höllenaggregat im BMW Z4 M V10.


In nur 3,9 Sekunden sind 100 Kilometer pro Stunde im modifizierten Roadster erreicht. Die Top-Speed des neu erschaffenen Spaßgefährtes dürfte bei vielleicht 300 km/h liegen.


Der Sound ist sowieso außerirdisch. Mit einer AC Schnitzer Sport-Auspuffanlage brüllt der V10 aus den vier Endrohren, dass es einem ganz anders wird. Ein Bilstein-Gewindefahrwerk gepaart mit großen 19 Zöllern und 265er Schlappen auf der Hinterachse sorgt für eine perfekte Straßenlage und jederzeit genügend Grip. Ganz billig ist das Exklusiv-Tuning am Ende aber nicht.


65.450 Euro will Manhart Racing für den V10-Umbau des BMW Z4 M. Ein Schnäppchen ist das nicht, einen derartigen Höllenracer muss man aber auch ganz sicher nicht verscherbeln.

Angry Green Girls: Umweltprämie in hübsch
August 27th, 2009 von julian

Sorry, Deutschland. Sorry, USA. Da könnt Ihr Euch noch so gute Abwrackprämien einfallen lassen. Gegen diese ganz besondere Belohnung für Fahrer umweltfreundlicher Autos gehen Cash for Clunkers und Umweltprämie glatt unter.


Ein paar der hübschen “Angry Green Girls” sind gestern auf die Straßen von Los Angeles gegangen - um eine Demonstration der besonderen Art abzuhalten. Hot Carwash für umme!


Allerdings nur für Fahrer von Hybridfahrzeugen. “Gas Guzzlers”, zu deutsch wohl so viel wie “Spritfresser”, durften dagegen nur neidisch gaffen.


Was für ein Genuss! Die sonst so coolen Hummer-Fahrer schleichen gedemütigt und zwanghaft auf die andere Straßenseite schauend vorbei. Und die sonst verlachten Hybridler grinsen zufrieden.


Eine zum Nachmachen gute Idee. Sollte sich diese Art der Autowäsche durchsetzen, kaufe ich mir morgen einen Prius! (via jalopnik.com)

Euro NCAP Crashtest: Sieben Autos mit der Bestnote
August 27th, 2009 von julian

Mit neuen Autos gegen die Wand fahren? Ein Kinderspiel! Das zumindest könnte man angesichts der neuen Euro NCAP Crashtest Ergebnisse glauben. Sieben von acht völlig zerstörten Autos gingen, wenn man so will, sehr gut kaputt. Nur einer tanzt aus der Reihe: der neue Citroen C3.


Seine vier Sterne hat er allerdings nicht einem schlechten Verhalten bei Frontal- oder Seitenaufprall zu verdanken. Der Franzose bietet lediglich das elektronische Stabilitätsprogramm, kurz ESP, nicht in allen Modellvarianten serienmäßig an.


Die beiden Hybrid-Modelle Toyota Prius, Honda Insight Hybrid sowie der neue Volkswagen Polo, Skoda Yeti, Kia Sorento, Subaru Legacy und Renault Grand Scenic erhalten dagegen die vollen fünf Sterne.


Bestes Fahrzeug in der wohl wichtigsten Kategorie, dem Insassenschuß wurde dabei der Skoda Yeti. Der Toyota Prius meint es dagegen mit Fußgängern besonders gut und staubt in dieser Kategorie den Sieg ab. Wie es sich für einen Polo gehört, sammelte der Volkswagen in Sachen Kindersicherheit die meisten Punkte. Fehlt nur noch der Renault Grand Scenic.


Typisch französisch steht dieser für die meisten Innovationen. In der Kategorie der verfügbaren Assistenzsysteme schafft der Familienvan den Traumwert von 99 Prozent.

Inden Mercedes S-Klasse: Staatskarosse mal anders
August 27th, 2009 von julian

Es ist an der Zeit. An der Zeit, ein Auto vorzustellen, das so schon lange nicht mehr gebaut wird. Und doch seinen Reiz nie verloren hat. Wenn ich im September Bundeskanzler werden sollte, dann ist das meine neue Staatskarosse! Die Inden Design Mercedes S-Klasse aus dem Jahre 1991.


Was für ein Auftritt. Brachial, ehrfurchtgebietend, muskulös, staatstragend. Breiter kann ich mir eine S-Klasse nicht vorstellen. Keine Farbe würde zu diesem Ungetüm besser passen als dieses knallige Schwarz. Und dann die Liebe zum Detail.


Selbst der klassische Stern, der auf der Motorhaube gen Himmel ragt, ist bei Inden Design schwarz lackiert. Der große Kühlergrill, der wie kaum ein anderes Merkmal dieser S-Klasse für Mercedes-Benz steht, er ist dunkel, passt sich in die Karosserie ein wie die lange, einfach gezeichnete Stoßstange.


Die Scheinwerfer markieren Exklusivität und Individualität. Ich sehe Barack Obama vor mir, sein erstaunter Blick, seine Lippen, die sich zu einem “What the f…” formen, wenn ich ihn mit meiner Karosse in Berlin abhole. Mit dieser S-Klasse dürfte selbst Angela Merkel bei ausländischem Besuch Respekt gezollt werden.

Tief liegt die klassische Limousine auf dem Boden, die Reifen schreien nach einem Kick-down. 315er Pirelli-Gummis sind auf der Hinterachse der S-Klasse montiert. Die 18 Zöller passen gerade so in die völlig ausgefüllten Radkästen.


Neben diesem Benz wird jeder noch so dicke, jeder noch so breite Cadillac zur Lachplatte. Der riesige Motor mit sechs Litern Hubraum und einer satten Leistung von 386 PS brabbelt schon im Stand so laut, dass manch einer die Gänsehaut nicht zurückhalten kann.


Die zwei dicken Auspuffrohre werden unter der Heckschürze nach außen geleitet. Dieser Abgang ist einfach nur fett. Wiederum ist das Mercedes Emblem schwarz gehalten.


Chromleisten? Nicht zu finden bei diesem Auto. Dieser sinnlose Schmuck, er würde diese erhabene Gestalt, diese breite Flunder im Gesamtbild nur zerstören. Der Inden Benz ist aus einem Guss.


Was an der roten Ampel aus den halb geöffneten Seitenscheiben röhrt, dürfte auch klar sein. Bon Scott singt Highway to Hell. Und der schwarze Benz blubbert langsam richtung Bundestag.

Mercedes S 250 CDI Blue Efficiency: Vierzylinder-Oberklasse?
August 27th, 2009 von julian

Eine Meldung, die ich kaum glauben kann. Der Mercedes-Benz Passion Blog äußert mit einem Verweis auf die italienische Internetpräsenz von autoblog.it die Vermutung, dass auf der IAA in Frankfurt eine neue Version der aktuellen Mercedes S-Klasse vorgestellt wird.


Der Mercedes S 250 CDI Blue Efficiency wäre demnach wohl die erste S-Klasse mit Vierzylinder-Motor. Ein großer und mutiger Schritt in der Oberklasse. Immerhin sind hier ganz traditionell Zwölf- und Achtzylinder verbaut, für die etwas geizigeren Kunden auch mal ein Sechszylinder. Aber nur vier Töpfe? Bisher unvorstellbar in dem von Mercedes dominierten Segment.


Die neue S-Klasse 250 CDI Blue Efficiency kommt demnach einem Tabubruch gleich - wenn sie denn kommt. Untermotorisiert wäre der große Daimler mit satten 224 PS aus dem Turbodieselaggregat sicher nicht. Aber ob er viele Käufer finden würde?


Trotz eines sensationellen Verbrauchs von rund 5,9 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer und dem anhaltenden Öko-Trend - ich glaube nicht daran. Die große S-Klasse mit dem kleinen Diesel könnte schnell als Spar-Spar-Version abgestempelt werden. Nicht genug Asche für den 500er, daher mal eben zum Vierzylinder gegriffen. Nein, beim besten Willen.


Eine S-Klasse braucht einfach einen standesgemäßen Motor unter der Haube. Umweltgedanke hin oder her. Oder was meint Ihr? Ein Vierzylinder in der Oberklasse? Netter Gag oder Blick in die Zukunft?

Verkehrskonzept “Travolution” wird ausgezeichnet
August 27th, 2009 von julian

Dass die Audi AG ihre Niederlassung in Ingolstadt hat, das ist bei weitem nichts neues. Dass der Autokonzern in eben dieser Stadt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation sowie der Technischen Universität in München mit dem Lehrstuhl für Verkehrstechnik ein Verkehrskonzept namens “Travolution” entwickelt hat, das dagegen schon.


Highlight dieses Projektes dürfte der heutige Tag sein. Im Alten Rathaus von Ingolstadt wurde der Stadt heute der Titel des “Ausgewählten Ortes 2009″ im Rahmen der Standortinitiative “Deutschland - Land der Ideen” übergeben. Völlig zurecht, schaut man sich das Konzept “Travolution” genauer an.


Bereits im Jahr 2006 begannen die Entwicklungen dieses großen Projektes zur Verbesserung der Infrastruktur in Ingolstadt. Im Juli 2008 wurde die harte Arbeit dann endlich belohnt. Ein Algorithmus zur Verbesserung der Ampelsteuerung wird an 46 Ampeln in der Stadt angewendet.


Die Haltezeiten der Autos sollen sich drastisch verkürzt haben, die Kraftstoffersparnis im Zuge dieser Neuerung ist eklatant. Um satte 17 Prozent konnte der Spritverbrauch der Fahrzeuge reduziert werden - ohne die einzelnen Autos dabei auch nur irgendwie zu optimieren.


Ein ungeahnt großer Effekt, die die Ampelsteuerung so auf die Luftqualität ausübt.


Eine andere Forschungsarbeit bezieht sich dagegen direkt auf die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und den Ampeln. Zwei Audis, ein sportlicher S5 und ein A6 allroad, sowie drei Ampeln wurden mit dem Kommunikationsmodul ausgestattet. Der Effekt: Sobald das Auto auf die Ampel zufährt, informiert diese den Fahrer mit welcher Geschwindigkeit er fahren muss, um eine unnötige Standzeit zu verhindern.


Für mich ist das Projekt mit diesen innovativen Forschungen ein Blick in die Zukunft. Und dieser erfährt glücklicherweise auch noch eine Fortsetzung. Das nächste Projekt, “Travolution extended”, steht schon in den Startlöchern.


20 Fahrzeuge und 50 Ampelanlagen sollen demnach in Zukunft mit intelligenter Technik ausgestattet werden. Dazu kommt ein Teilprojekt, dass die aktuellen Verkehrsmeldungen optimal zusammenstellen soll und die Verkehrsteilnehmer so besser informieren kann. Ich bin gespannt!

VW Golf VI 1.8 TSI: Ein Auto, dass es nicht gibt
August 27th, 2009 von julian

Was für eine schöne Geschichte aus dem Volkswagen-Konzern. Der 1,4 Liter TSI-Motor, der mit satten 160 PS und einem Verbrauch von nur 6,3 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer glänzt, ist ausverkauft.


Der kleine, starke Motor ist so beliebt, dass Volkswagen mit dem Produzieren nicht hinterherkommt - den Kunden drohen längere Wartezeiten. Oder aber ein anderer Motor.


Als besonderes Entgegenkommen bietet VW der wartenden Kundschaft einen Deal an. Sie müssen nicht länger auf ihren Golf warten und VW baut statt dem 1.4 TSI den 1,8 Liter großen Vierzylinder aus dem Passat ein - mit gleicher Leistung.


Einziges Problem: Der 1.8 TSI-Motor schöpft seine Leistung nicht kostenlos aus einem größeren Hubraum. Mit durchschnittlich 6,8 Litern Verbrauch auf 100 Kilometer soll der Passat-Benziner immerhin einen halben Liter mehr verbrennen als sein Golf-Bruder.


Ein Unterschied, der bei heutigen Spritpreisen nicht unerheblich ist. Das scheint auch VW zu wissen, und setzt auf den einfachen Tausch-Deal noch einen drauf. Kunden, die statt dem 1.4 TSI den 1.8 TSI nehmen, bekommen einen einmaligen Preisvorteil von 1.000 Euro mit dazu.


Für mich wäre die Sache klar. Immerhin können sich zukünftige VW Golf VI 1.8 TSI Besitzer damit rühmen, ein Fahrzeug zu fahren, dass es so eigentlich gar nie gab. (via auto-motor-sport.de)