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Das SUV-Phänomen auf der Autobahn
03.08.2009 von julian

Vielleicht ist es ein Vorurteil. Pauschalisierte Erfahrungen, die mehr oder minder auf nur einer Fahrt beruhen: der am Sonntag Abend, auf dem Weg zur Arbeit. Aber vielleicht geht es Euch ja auch so, und Ihr könnt meine Beobachtung bestätigen.


Große und teure SUV-Modelle, gerne von deutschen Premiumherstellern, rasen auf den Autobahnen. Mag sein, dass mir dieses Phänomen in meinem tiefen Smart Roadster Coupé besonders auffällt, ich für die Luftverwirbelung der riesigen Geländewagen sehr anfällig bin. Nachvollziehen kann ich das ganze aber auch nicht, wenn ich diese Faktoren ausblende.


Warum kaufen sich Leute, die es gerne eilig haben, auf der Autobahn mindestens 180 Kilometer pro Stunde fahren wollen, bitteschön einen großen, schweren SUV? Warum ein Audi Q7, wenn ein A6 mit gleicher Leistung schneller und sparsamer ist? Warum ein BMW X5, wenn doch schon ein 5er jeden erdenklichen Komfort bietet?


In meinem kleinen Auto auf der rechten Spur ist es mir eigentlich egal, wie schnell die anderen an mir vorbeifahren. Sie haben ihr Tempo, ich habe meins. Aber wenn ich mit leisem Radio immer wieder die riesige Luftwand anrauschen höre, die Q7, Cayenne, X5 und ML vor sich herschieben, dann muss ich mich irgendwann doch wundern.


Ich höre ja schon fast, wie der Motor im Kampf gegen den Druck der Luft einen Liter nach dem anderen in sich hineinschlürft. Ich sehe, wie die Besitzer in ihren fahrenden Klötzen sitzen und das Gaspedal bis an das Bodenblech drücken, sich dabei fragen, warum der große Sechszylinder nicht besser anschiebt.


Ist das nicht verrückt? Immerhin folgt den Sport-LKW, in denen meist nur ein kleines Menschlein sitzt, gerne ein A4 oder ein 3er BMW Coupé. Gleiche Geschwindigkeit, ganz anderes Geräusch. Nicht den Wind höre ich an mir vorbeipreschen, sondern den Motor. Das gefällt mir entschieden besser. Der Boxersound eines Cayman S - danach kann ich beruhigt das Radio lauter drehen.

Kategorie: Autoleben

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