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McLaren MP4-12C: Fortsetzung eines Mythos?
09.09.2009 von julian

1993 fertigte McLaren einen Supersportwagen, der Autofans noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der McLaren F1 war ein Durchbruch, ein Auto wie kein zweites. Er markierte die absolute Sportwagen-Spitze. Und soll jetzt vom MP4-12C beerbt werden. Eine gute Idee?


Fast möchte ich mit nein antworten, und das obwohl der neue Sportwagen aus dem Hause McLaren alles andere als langweilig oder lahm ist. Der Motor dieses aufregenden Supersportwagens ist eine eigene Entwicklung von McLaren. Aus nur 3,8 Litern Hubraum schöpft der als Mittelmotor eingebaute Achtzylinder 600 PS.


Die Karosse des Supersportwagens baut auf einem Monocoque aus Kohlefaser auf, auch die übrige Bauweise ist stark auf Leichtbau getrimmt. Gegen Aufpreis soll es eine Keramikbremsanlage geben, die 20 Zöller sind geschmiedet und weniger schwer als normale Aluminiumfelgen.

Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt die maximal 600 Newtonmeter Drehmoment an die hinteren Schlappen. Auf komfortable Features müssen Interessenten des McLaren MP4-12C nicht verzichten. Neben ABS und ESP gibt es eine Klimaanlage, eine Touchscreen-Navigation und ein Soundsystem der Extraklasse. Wo aber sind die Alleinstellungsmerkmale des Vorgängers?


600 PS reißen heutzutage niemanden mehr aus dem Hocker, die Leistungswerte dürften an die eines Bugatti Veyron kaum hinreichen. Der V12-Motor mit über 600 PS ist ebenfalls Geschichte. Der MP4-12C will eher gegen Porsche Turbo oder Bentley Continental GT antreten - und ist damit meiner Meinung nach eine Klasse unter dem ehemaligen McLaren F1 positioniert.


Danach sieht auch die Preisgestaltung aus. Zwischen 140.000 und 200.000 Euro soll ein McLaren MP4-12C kosten. Der wirkliche, übersportliche Mythos eines F1 scheint Geschichte.

Kategorie: Exoten

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