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BMW Motorrad setzt auf weiteres Wachstum
08.03.2012 von Robert

Die Motorradsparte von BMW setzt trotz der weltweiten Absatzkrise auf dem Motorradmarkt auch in diesem Jahr auf ein weiteres Wachstum. «Ich gehe davon aus, dass wir mindestens um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr beim Absatz zulegen können. Per Februar liegen wir bei plus 6 Prozent», sagte BMW-Motorradchef Hendrik von Kuenheim im Interview mit dem Onlinemagazin Autogazette.de .


BMW Motorrad hatte im Vorjahr mehr als 104.000 Fahrzeuge an Kunden ausliefern können und damit einen neuen Rekordabsatz aufstellen können. Mit Blick auf die weltweite Absatzsituation auf dem Motorradmarkt zeigt sich Kuenheim pessimistisch. Die Talsohle im Motorradgeschäft sei noch nicht erreicht. «Leider ist nicht davon auszugehen, dass sich die weltweiten Motorradmärkte schnell erholen werden, auch wenn es mit Brasilien, Frankreich oder den USA Ausnahmen gibt.»

Wachstumsschub durch Maxi-Scooter

Dass es für BMW Motorrad deutlich besser als für die Konkurrenz laufe, führt Kuenheim darauf zurück, dass die Münchner auch in Krisenzeiten in neue Modelle investiert haben. «In den zurückliegenden fünf bis sechs Jahren haben wir massiv auf Expansion gesetzt und sind in neue Segmente gegangen, so beispielsweise mit der S 1000 RR oder unserem Sechszylindermodell. Die Konkurrenz sagt Krise, Krise, Krise, wir Angriff, Angriff, Angriff. Im Übrigen hat BMW schon immer antizyklisch investiert.» Für weiteres Wachstum in diesem Jahr sollen unter anderem die neuen Maxi-Scooter C 600 Sport und C 650 GT sorgen, die im Frühjahr auf den Markt kommen werden. «Im ersten vollen Jahr – also erst in 2013 – rechnen wir mit 10.000 Einheiten, doch es können auch gerne noch mehr werden.»

Mit Blick auf einen geplanten Elektro-Roller sagte Kuenheim, dass dieser sicher nicht vor 2014 auf den Markt kommen werde. «Erst kommen die Kollegen mit dem Elektroauto, dann wir mit dem Elektro-Roller.» Wie Kuenheim hinzufügte, würde der E-Scooter auf vielen technischen Komponenten beruhen, die sich im BMW i3 und dem BMW i8 wiederfinden würden. «Momentan ist ein E-Roller wirtschaftlich gesehen noch kein Geschäftsmodell. » Dass sich Autobauer wie VW und Smart ebenfalls im Zweiradgeschäft engagieren wollen und einen Elektroroller auf den Markt bringen wollen, beunruhigt Kuenheim nicht. «Das Motorradgeschäft ist sehr schwierig, entsprechend gelassen sehen wir solchen Absichten entgegen, zumal wir in Deutschland der einzige Hersteller mit Motorrad-Kompetenz sind.»

Wie Kuenheim sagte, würde sich BMW Motorrad derzeit Gedanken machen, sich auch als Mobilitätsdienstleister zu engagieren. «Dazu werden wir Mitte März mit Vertretern der Stadt Barcelona erste Gespräche führen. Doch das Modell des Carsharings ist nicht ohne weiteres auf das Motorrad zu übertragen. Denn für das Motorrad brauchen sie einen Helm und Schutzkleidung, was einer spontanen Nutzung entgegensteht.» Derzeit befinde man sich jedoch noch in einer «sehr, sehr frühen Phase, wo wir das Für und Wider prüfen.» Der Mutterkonzern ist zusammen mit dem Autovermieter Sixt mit DriveNow bereits im Carsharing-Geschäft aktiv. (AG)

ampnet photo 20111110 032245 300x224 BMW Motorrad setzt auf weiteres Wachstum

©Auto-Medienportal.Net/Ducati

Quelle: Automagazin Autogazette.de

Kategorie: BMW

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