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Archive for the ‘BMW’ Category

BMW 5er GT – das Konzept überzeugt selbst Skeptiker
Dezember 2nd, 2009 von Anja Schieke

Er spaltet die Gemüter der Betrachter und wie bietet, wie BMW schon in der Werbung verspricht, dem Fahrer und seine Begleiter eine spannende Kombination vieler Attribute, die im normalen automobilen Leben einfach nicht zusammenpassen wollen.

Ich muss gestehen, ich war bisher nur Beifahrer, habe dafür den 5er GT aber auf der IAA quasi eine Ewigkeit belagert. Warum? Weil er mich mit seinen vielen Möglichkeiten zu öffnen, zu klappen oder auch hin- und herzuschieben fasziniert anzog und auch den Mitfahrern beim Spielen mit den technischen Finessen soviel Spaß bereitet.

Unsere Testredaktion hatte nun mehrere Tage das Vergnügen dieses „Nischenprodukt“ zu testen und sich eine eigene Meinung zum Fahrzeug zu bilden. Zur Einstimmung hier erste Eindrücke aus der Testredaktion:

Turbodiesel fasst seine Eindrücke im Forum folgendermaßen zusammen:
„Nach dem BMW X6 dachte ich der neue 5er GT wäre wieder so ein weiteres total vermurkstes Auto aus dem Hause BMW, mit aller Gewalt in die Nische. Es hat zwar etwas Zeit gebraucht, aber der 5er GT hat mich überzeugt. Und der Name “GT - Gran Turismo” ist bei dem Auto Programm und verspricht wahrlich nicht zu viel. Eine bessere Dieselmotor-Getriebe Kombination gibt es zurzeit mit Abstand nicht. Die neue 8-Gang Automatik und der 30d harmoniert sehr gut, ein Genussantrieb, der auch Spaß bringen kann. Die Tür geht auf: Ja ist denn das der 7er? Im Großen und Ganzen schon. Sehr schönes und gut gemachtes Cockpit und insgesamt auch im Bereich der Wertigkeit ordentlich nachgelegt. Nicht generell, aber teilweise sogar besser als Audi. Gute Arbeit BMW!”

UrQuattro resümiert: „Man muss natürlich wissen, was man sucht, als Oberklasselimousine wäre der 5er GT zur Zeit erste Wahl. Verschwenderisch viel Platz und Komfort ohne Ende und vor allem ein Cockpit, dass die Benennung als Cockpit verdient hat… Ich dachte ja auch eigentlich, die Stadtfahrt wird mit dem Teil zur Qual, aber dank Rückfahrkamera(s) war das Rangieren mm-genau und man kommt noch durch die engste Hofeinfahrt (die war wirklich eng; zu jeder Seite 10cm zur Wand mit deutlichen Spuren der Vorgänger). … Es gibt wohl keinen anderen Hersteller sonst, der mir ein 2t schweres Auto verkaufen könnte…“

Also wenn diese ersten Aussagen nicht zu einer eigene Probefahrt animieren? Wer mehr zum BMW 5er GT erfahren will und auch im Detail die Erfahrungen unserer Tester teilen möchte, sei auf den zu Weihnachten erscheinenden ausführlichen Erfahrungsbericht unserer Testredaktion verwiesen.

Rolls-Royce Ghost: Der bessere Golf?
September 7th, 2009 von julian

Seltsam. Die Präsentation des neuen Rolls-Royce Ghost konnte ich weniger erwarten als die des VW Golf. Warum eigentlich? Einen Rolls-Royce werde ich mir nie kaufen, einen Volkswagen da schon eher.


Was macht den Ghost also so interessant? Vielleicht ist es die Tatsache, dass ausgerechnet Rolls-Royce jetzt ein kleineres Modell auf den Markt bringt. Den Einstieg in die Liga der Superreichen sozusagen. Wer kauft so ein Auto? Ein kleiner Phantom, der Luxus ohne Ende bietet - ganz klar bei der Marke - aber eben kostengünstiger ist als sein großer Bruder. Sollte Geld wirklich noch eine Rolle spielen auf diesem Preisniveau?


Es ist doch mehr die Vernunft, die dem ein oder anderen Superreichen noch nicht gänzlich fremd ist. Vielleicht erinnert er sich noch an das nicht ganz so reiche Elternhaus, an das erste eigene Auto.


Da scheinen die 340.000 Euro für einen Phantom doch zu viel, obwohl es ein Nobel-Hobel erster Güte ist. Der Ghost markiert da schon fast den Charakter des Schnäppchens. Cirka 250.000 Euro wird das gute Stück kosten, ist dabei fast genauso geräumig wie das größere Modell und sicher ebenfalls nicht untermotorisiert. Unter zwölf Zylindern scheint bei den Engländern jedenfalls nichts zu gehen.

So wird auch die staatstragende Karosse des Ghost mit einem Triebwerk der Extraklasse gepaart. 6,6 Liter Hubraum stehen dem V12 zur Verfügung, 570 PS sind eine ordentliche Ansage.


In nur 4,9 Sekunden geht es im kleinen und wohl auch sportlichen Rolls-Royce von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Bei 250 km/h wird die Luxuskarosse elektronisch abgeregelt.


Ordentliche Fahrwerte für ein Auto, das satte 2.435 Kilogramm auf die Waage bringt. Mit einem Kofferraumvolumen von 490 Litern ist der Familienwagen der besonderen Art fast so praxistauglich wie ein Passat - das passt doch!


Die Achtgang-Automatik macht einem das Leben leicht, mit dem großen, 82,5 Liter fassenden Tank muss man trotz V12 nicht ständig nachtanken. Die 16 Lautsprecher sorgen für sensationelles Entertainment, die Bordbar ist ein nettes Feature gegen den Durst.


Ein hervorragendes Reiseauto also, der neue Rolls-Royce Ghost. Vernünftig, komfortabel, geräumig - was spricht da noch gegen einen Kauf? Vielleicht überlege ich mir das ja doch nochmal, immerhin ist ein Golf auch etwas bieder. (via autobild.de)

Kneißler BMW M3 supercharged: Teures Vergnügen
September 3rd, 2009 von julian

Wirklich neu ist der 3er BMW der Baureihe E46 nicht mehr. Als M-Version mit serienmäßigen 343 PS aus 3,3 Litern Hubraum kann er aber noch heute überzeugen. Naja, zumindest die meisten. Der Tuner Kneißler Autotechnik gehört nicht zu den meisten. Er gehört zu den wenigen. Denen, die nie genug Leistung haben können und aus jedem Motor noch etwas Power kitzeln.


So muss auch der Sechszylinder aus dem E46 M3 ein paar Leistungsoperationen über sich ergehen lassen. Von Kneißler bekommt das Aggregat erstmal einen Kompressor aufgesetzt, gepaart mit einem Ladeluftkühler und einer Optimierung des Motormanagements kommt der 3,3 Liter große Motor am Ende auf satte 459 PS und 498 Newtonmeter Drehmoment. Power satt. Für Geld satt.


13.000 Euro müssen Interessenten für die 116 PS Mehr-Leistung bezahlen - ein Schnäppchen sieht anders aus. Zumal perfektionistische Kunden noch weit mehr Geld beim Tuner Kneißler liegen lassen können. Allein ein neuer Edelstahl-Sportendschalldämpfer kostet 1.350 Euro.


Auch die größer dimensionierte Bremsanlage von Stoptech mit 380er Scheiben und sechs Kolben vorne sowie 355er Scheiben und vier Kolben hinten ist bei der satten Power des Kneißler M3 sicher eine gute Investition. Nur leider eben auch eine sehr teure - knapp 7.000 Euro wandern wieder aus dem Geldbeutel des Kunden in die Hände der Tuner.


Was genau das KW-Gewindesportfahrwerk samt Sportstabilisatoren, die LSD-Flügeltüren und der Reifensatz mit 20 Zöllern und 305er Schlappen hinten kostet, lasse ich ganz taktvoll unbeantwortet. Diese Preise will man ganz einfach gar nicht wissen.

Hamann Tycoon Evo: Doping gegen Minderwertigkeitskomplexe
September 2nd, 2009 von julian

Hamann kann es nicht lassen. Der BMW X6 scheint einfach eine zu große Versuchung für den Tuner exklusiver Fahrzeuge. Dieses brachiale Monster auf vier Rädern schreit förmlich danach nochmals verbreitert zu werden, nochmals gestärkt für seinen ewigen Kampf gegen den Luftwiderstand.


Die Optik lässt an der nötigen Kraft für diesen Sieg nicht zweifeln. Die Frontschürze präsentiert sich völlig zerklüftet von großen Lufteinlässen. Das Blechkleid ist weiß gehalten, die Haube des riesigen X6 zeigt sich in einem kräftigen Schwarz. Mit Seitenschwellern und modifizierten Kotflügeln soll der Hamann Tycoon Evo satte 60 Millimeter in die Breite gewachsen sein.


Auch das Heck ist auffällig gestaltet worden. Die breiten Radhäuser ziehen sich in die riesige Heckschürze, ein großer Diffusor wächst aus dem Unterboden des BMW X6 heraus. In der Mitte kommt eine Auspuffanlage der Extraklasse zum Zug. Aus nur zwei Rohren blasen die X6-Motoren ihre Abgase in die Umwelt - diese sind dafür überdimensional groß und garantieren Gänsehaut-Sound.


Die kleinen schwarzen Heckspoiler machen den Abgang des dicken X6 perfekt. Logisch, dass diese optischen Modifikationen bei Hamann nicht alleine stehen können. Hinter diesem breiten Umbau muss natürlich auch Leistung stehen. Im Hamann Tycoon Evo gibt es davon mehr als genug.


Der “kleine” Benziner im xDrive35i kommt dank einem frischen Leistungspaket auf immerhin 360 PS und 540 Newtonmeter Drehmoment. Eigentlich ist das Leistung satt. Im überdimensionalen Tycoon Evo ist aber irgendwie trotzdem Platz für mehr. 275 km/h - das kann es einfach noch nicht gewesen sein, in diesem modernen Monster der Asphaltpisten.


Die Diesel sind auf der Suche nach Top-Speed und Fahrwerten eines Supersportlers auch nicht die richtige Wahl. Klar, 265 PS im xDrive30d und 320 PS im xDrive35d sind ordentliche Werte, aber Diesel-Nageln aus den zwei Auspuffrohren im Abflussrohr-Format? Das muss nicht sein.


Der einzig richtige Motor für diese sportliche Hummel kann nur der des xDrive50i sein. Aus 4,4 Litern Hubraum schöpft dieser Achtzylinder dank doppelter Turboaufladung satte 407 PS. Das klingt verdächtig nach Muscle-Car. Aber Hamann kann das selbstverständlich besser.


Mit einer Leistung von 501 PS knacken die Tuning-Ingenieure die psychologisch wichtige Marke der 500 Pferdchen. Ganz nach dem Motto: Drunter geht sowieso nix. Also her mit dem V8 und seinen netten 700 Newtonmeter Drehmoment und ab geht das.


290 km/h Top-Speed in einem Auto, welches vom Design her einem gedopten Panzer sehr nahe kommt, sorgen für starke Gefühle der Unbesiegbarkeit beim Fahrer des Tycoon Evo. Minderwertigkeitskomplexe gehören mit dem Kauf dieses Klotzes der Vergangenheit an. Wer braucht da noch einen Psychologen?

BMW Vision Efficient Dynamics: Reine Power
August 31st, 2009 von julian

Feiner, graziler gezeichnet könnte die neue Studie von BMW zur IAA in Frankfurt wohl nicht sein. Die Vision Efficient Dynamics erinnert an der Front an die BMW M1 Hommage Studie, ist mit einem Dreizylinder-Diesel und zwei Elektromotoren allerdings als sportlich-ökologische Alternative angedacht.


4,60 Meter lang ist der 2+2 Sitzer von BMW, mit einer Höhe von gerade einmal 1,24 Metern soll er extrem windschnittig sein. Das glaubt man beim Anblick des Vision Efficient Dynamics sowieso sofort. Die Seitenlinie mit den großen Flügeltüren könnte kaum futuristischer gestaltet sein.


Das Heck ist aber der wahre Hingucker dieser außergewöhnlichen Hybrid-Studie. Aus mehreren Schichten ist der bullige Abgang zusammengesetzt, der cW-Wert liegt bei nur 0,22.


Dennoch wäre BMW nicht BMW, wenn die neue Vision Efficient Dynamics nur sparen könnte - und nicht gleichzeitig spurten. Der eigentlich spaßfrei klingende Dreizylinder-Turbodiesel schöpft so aus 1,5 Litern Hubraum 163 PS. Sein maximales Drehmoment von 290 Newtonmetern greift ganz typisch an der Hinterachse. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll sportliches Fahren mit niedrigen Verbrauchswerten koppeln.

Dazu kommen zwei Elektromotoren, die die Dynamik sowie Effizienz der BMW Studie noch einmal steigern sollen. Mit einer Leistung von 38 kW und 290 Newtonmetern Drehmoment sorgt der leistungsschwächere E-Motor an der Hinterachse für Zusatz-Power.


Der zweite Elektromotor agiert an der Vorderachse des BMW und leistet 60 kW - auch hier steht dem Öko-Fahrer also genug Leistung zur Verfügung. Zumal dieses Aggregat kurzzeitig bis zu 104 kW aufbringt und den BMW Vision Efficient Dynamics in Rekordzeit beschleunigt.


In unter fünf Sekunden spurtet die BMW Studie von Null auf 100 Kilometer pro Stunde, mehr als 250 km/h Top-Speed sollten dank Leichtbauweise und einem Gewicht von 1.395 Kilogramm möglich sein.


Was aber bringt die kräftige Hybrid-Studie tatsächlich im Hinblick auf den Verbrauch? BMW spricht beim Vision Efficient Dynamics von einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,76 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometern. Der CO2-Ausstoß soll demnach bei genau 99 Gramm pro Kilometer liegen. Und das bei Fahrwerten, die an einen Sportwagen mit dickem Achtzylinder erinnern.


Schade nur, dass diese Studie in diesem außergewöhnlichen Outfit sicher nie in Serie gehen wird.

Manhart BMW Z4 M V10: Höllenracer mit M5-Motor
August 28th, 2009 von julian

Manhart Racing lacht über BMW M-Modelle. Der schöne, kleine, spritzige Z4 M Roadster der Vorgängerreihe mit Stoffdach, das ist ein Kinderspielzeug. Der 3,2 Liter große Sechszylinder mit einer Leistung von 343 PS - lächerlich!


Wie soll in dem Auto denn bitte Fahrspaß entstehen? Für Manhart Racing scheint das unerklärlich. Dann legt der Tuner eben selbst Hand an. Und verbaut einen wirklich sportlichen Motor, mit ein bisschen mehr Hubraum, ein bisschen mehr Leistung und ein bisschen mehr Sound - den Fünfliter-V10 aus dem aktuellen BMW M5.


Ist dieser riesige Koloss in den Motorraum des BMW Z4 M gequetscht, folgt erstmal eine Kat-Konvertierung und eine Modifizierung der Motorsteuerung. Das Resultat lässt dann tatsächlich auf größeren Fahrspaß schließen. 550 PS leistet das Höllenaggregat im BMW Z4 M V10.


In nur 3,9 Sekunden sind 100 Kilometer pro Stunde im modifizierten Roadster erreicht. Die Top-Speed des neu erschaffenen Spaßgefährtes dürfte bei vielleicht 300 km/h liegen.


Der Sound ist sowieso außerirdisch. Mit einer AC Schnitzer Sport-Auspuffanlage brüllt der V10 aus den vier Endrohren, dass es einem ganz anders wird. Ein Bilstein-Gewindefahrwerk gepaart mit großen 19 Zöllern und 265er Schlappen auf der Hinterachse sorgt für eine perfekte Straßenlage und jederzeit genügend Grip. Ganz billig ist das Exklusiv-Tuning am Ende aber nicht.


65.450 Euro will Manhart Racing für den V10-Umbau des BMW Z4 M. Ein Schnäppchen ist das nicht, einen derartigen Höllenracer muss man aber auch ganz sicher nicht verscherbeln.

BMW 320d Efficient Dynamics Edition: Weniger geht nicht
August 21st, 2009 von julian

Jetzt also doch. Nachdem Audi mit dem e-Label, Mercedes mit den BlueEfficiency-Modellen und unzählige andere Hersteller mit verschiedenen Öko-Modellen samt vielversprechender Beinamen unterwegs sind, zieht auch BMW nach.


Die umweltfreundliche Technologie mit dem Namen Efficient Dynamics bietet der Autokonzern zwar in allen Modellen an - und das ohne Umwelt-Ziernamen, jetzt aber will BMW ein nochmal verbrauchsreduziertes Modell auf den Markt bringen. Und den kreativen Schöpfungen der Mitbewerber mit der Efficient Dynamics Edition des 320d Konkurrenz machen.


Der Zweiliter-Vierzylinder soll im Öko-Modell dabei satte 0,7 Liter Dieselkraftstoff weniger verbrennen als der Normalo-Bruder. So ganz ohne Leistungsverlust geht das im BMW 320d allerdings nicht. Die Effizienz geht rauf, die Dynamik etwas runter. Mit 163 statt 177 PS dürfte der Dieselmotor im 3er BMW dennoch spontan und spritzig agieren.


Das maximale Drehmoment wächst in der Efficient Dynamics Edition sogar etwas an. Mit 360 Newtonmetern beschleunigt der sparsame 320d in 8,2 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 225 Kilometer pro Stunde erreicht.


Den kleinsten Verbrauch in einem BMW-Modell erzielt der 320d Efficient Dynamics Edition vor allem durch eine längere Getriebeübersetzung und eine Tieferlegung samt neu gestalteter Felgen zur aerodynamischen Optimierung.


Dazu kommen die verbrauchsreduzierenden Maßnahmen, die bereits jetzt in jedem 3er BMW verbaut sind. Bremsenergie-Rückgewinnung, Schaltpunktanzeige, Start-Stopp-Automatik, abkoppelbarer Klimakompressor sowie eine elektromagnetische Servolenkung gehören dazu ebenso wie die rollwiderstandsoptimierten Reifen.


Mit dieser Fülle an Maßnahmen will BMW jetzt also im 320d Efficient Dynamics Edition einen Normverbrauch von 4,1 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer erreicht haben. Ein sensationeller Wert, mit dem kaum eine Mittelklasselimousine mithalten kann.


Den Preis für die Efficient Dynamics Edition gibt BMW mit 33.800 Euro an. Damit ist das besonders umweltfreundliche Öko-Modell für das gleiche Geld zu haben wie auch ein normaler BMW 320d.


Premiere feiert der 320d in der Efficient Dynamics Edition auf der IAA in Frankfurt, den Marktstart in Deutschland beziffert BMW bisher noch nicht. (via autoevolution.com)

BMW X6 Active Hybrid: Schwer, stark, sparsam?
August 13th, 2009 von julian

Ausgerechnet im riesigen, schweren und sicher verbrauchsintensiven X6 bringt BMW jetzt die neueste Kraftstoffeinsparungstechnik auf den Markt. Paradox. Aber anscheinend wirksam.


Bis zu 20 Prozent soll der neue X6 mit Hybrid-Technik gegenüber dem BMW X6 x-Drive 50i an Kraftstoff einsparen - und dabei keinesfalls zur Spaßbremse werden.


407 PS leistet der 4,4 Liter V8 mit doppelter Turboaufladung unter der großen Haube des X6 Active Hybrid. Rechnet man die Power der beiden Elektromotoren mit dazu, so steigt die Systemleistung auf satte 485 PS. 780 Newtonmeter maximales Drehmoment sprechen Bände.


In nur 5,6 Sekunden beschleunigt der Öko-Gelände-Sportler von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Siebengang-Automatik schaltet dabei schneller als es ein noch so sportlicher Fahrer könnte. Mithilfe eines permanenten Allradantriebs übertragen die breiten Gummis die Power des X6 auf die Straße.


Aber der BMW X6 Active Hybrid kann selbstverständlich auch cruisen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h übernehmen die beiden Elektromotoren ohne Unterstützung des V8 den Vortrieb des 2,5 Tonnen schweren Koloss. Rollt der X6 vor einer roten Ampel aus, so schaltet er den Benziner schon ab 65 km/h aus und nutzt die Bremsenergie zur Aufladung der Nickel-Metallhydrid-Batterien.


Den Verbrauch des X6 Active Hybrid gibt BMW trotz der riesigen Leistung und dem schweren Leergewicht mit genau 9,9 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer an. Ein realistischer Wert sieht wahrscheinlich anders aus, dennoch ist das Ergebnis phänomenal.


Nur schade, dass diese Technik in einen X6 gepflanzt wird und nicht den Verbrauch eines ohnehin sinnvolleren Autos reduziert. Der X6 bleibt auch mit Hybridantrieb ein Auto, das die Welt nicht braucht. Zumindest für mich. (via motorauthority.com)

BMW 760 Li High Security: Viel Geld für ein bisschen Paranoia
August 12th, 2009 von julian

Ich weiß nicht genau, was man für Geschütze auffahren muss, um den neuen 7er BMW High Security kaputt zu bekommen. Nur eines ist klar: Ein einfaches Maschinengewehr mit dem in Deutschland ohnehin verbotenen Hartkern-Geschoss reicht nicht.


Diese Kugeln erreichen zwar eine Einschlaggeschwindigkeit von über 800 Metern pro Sekunde, dem sechs Zentimeter dicken Panzerglas eines 760 Li High Security können sie aber so ziemlich gar nichts.


Mit der Widerstandsklasse 7 sind die Gläser des fahrenden Tresors schon gut gesichert, die Karosse aber greift weiter in die Sterne. Widerstandsklasse 9 erreicht das Blechkleid des High Security.


Damit sind die High Security Modelle cirka eine Tonne schwerer als ihre Normalo-Serienbrüder. Das ist aber nur ein geschätzter Wert, genaue Angaben von BMW gibt es aus Sicherheitsgründen nicht.


Nur so viel sei gesagt: Auf der Flucht sind die großen BMW wegen ihres satten Leergewichts nur bedingt eingeschränkt. Dank 407 PS aus einem 4,4 Liter V8 im 750 Li beschleunigt die zukünftige Karosse von Staatsmännern, Ölscheichs oder einfach nur reichen Menschen mit großem Paranoia in 7,9 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde.


Der V12 aus einem 760 Li schafft diesen Spurt trotz Panzerung in rekordverdächtigen 6,2 Sekunden. Ein zerschossener Reifen bringt die Angreifer übrigens auch nicht weiter. Die speziellen Gummis laufen auch mit Einschusslöchern noch rund, wenngleich sie dabei natürlich nicht mehr die volle Leistung auf den Asphalt bringen können.


Die Sonderausstattungsliste eines so exklusiven Autos ist übrigens ähnlich lang wie die eines ungepanzerten Siebeners. Wie wäre es zum Beispiel mit einer zusätzlichen Feuerlöschanlage für den Motorraum der Limousine? Dazu gibt es noch Reizgassensoren mit Innenraumschutz und einer Frischluftanlage oder eine per iDrive bedienbare Signalanlage.


Mein ganz besonderes Lieblings-Feature bleibt aber der Waffenkasten in der Mittelkonsole - für ganz Heißblütige, die direkt in den Gegenangriff übergehen möchten. Unglaublich, was es nicht alles gibt.


Wer allerdings zum kleinen Kreis der High Security Käufer gehören möchte, dem muss seine Sicherheit eine ganze Stange Geld wert sein. 400.000 bis 450.000 Euro kostet das Vergnügen, diesen zivilen Panzer sein Eigen nennen zu können.

G-Power BMW X5 Typhoon RS: Sport-Panzer für die Autobahn
August 6th, 2009 von julian

Mit 555 PS aus einem 4,4 Liter V8-Benzinmotor ist der erst frisch vorgestellte BMW X5 M und BMW X6 M für mich gnadenlos übermotorisiert. In einen so großen und schweren SUV einen Benzinmotor zu setzen, das grenzt schon an Verrücktheit.


Diesem dann aus acht Töpfen dank doppelter Turboaufladung noch 555 PS zu entlocken, das ist schlicht Wahnsinn. Wahnsinn, den Tuner G-Power selbstverständlich überbieten möchte.


Die Scham wäre einfach zu groß, den M-Modellen der Geländewagen nicht noch eins draufzusetzen. Der BMW-Tuner verfeinert den Motor des BMW X5 M aber nicht, um mehr Leistung aus ihm zu kitzeln, er greift lieber zu dem nochmal etwas größeren Aggregat des X5 xDrive 48i, der seine lächerlichen 355 PS aus 4,8 Litern Hubraum schöpft.


Mit einem Kompressorkit werden den acht Zylindern bei G-Power unglaubliche 625 PS entlockt - das Drehmoment wächst auf glatte 700 Newtonmeter. Der G-Power BMW X5 Typhoon RS ist geboren.


In 4,5 Sekunden geht es im G-Power BMW von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Luftwiderstand und Fahrzeuggewicht interessieren bei dieser Leistung ganz einfach nicht mehr. Die Top-Speed ist im bösen Riesen-Baby bei 285 km/h erreicht. Dann aber steht der Achtzylinder sicher unter Dauerdruck - bis zu einem Bar mutet der Kompressor dem Motor zu.


Den Rest erledigt die Optik des Geländewagen. Die Frontschürze mit riesigen, herausragenden seitlichen Lufteinlässen wirkt nicht nur ein bisschen aggressiv. Die integrierten LED-Leuchten machen das Überhol-Prestige perfekt.


Die satten Kotflügelverbreiterungen machen den G-Power BMW X5 Typhoon RS um sieben Zentimeter breiter, in den LKW-großen Radkästen finden 23 Zöller Platz, die auf überbreiten 315er Schlappen montiert sind - mehr geht nicht.


Ein schwarz abgesetzter Diffusor, der die Sportauspuffanlage beherbergt, rundet den G-Power X5 nach hinten ab. Die Frage danach zu stellen, wer so ein Auto braucht, ist ganz sicher sinnlos. Ein Erlebnis ist der G-Power BMW X5 Typhoon RS trotzdem ganz sicher.


Man stelle sich nur vor in einem Panzer zu sitzen, der wie ein Ferrari über die Autobahn rast…

Geburtstag der besonderen Art: Der BMW 850i wird Zwanzig
August 3rd, 2009 von julian

Ein ganz besonderes Jubiläum. Das ist der zwanzigste Geburtstag des BMW 850i allemal. Das verkannte Coupé mit Zwölfzylinder stand 1989 auf der IAA - zwei Jahre später startete die Produktion.


Warum der BMW trotz sportlicher, ganz eigenständiger Optik ein Flop wurde, das kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Selten habe ich ein beeindruckenderes, schöneres Luxus-Coupé gesehen. Den Geschmack der reichen Interessenten traf der extravagante 8er nie.


Vielleicht war er einfach zu revolutionär. Retro war sein Design sicher nicht, vielmehr kompromisslos modern und kantig. Ein Klassiker ist das Sport-Coupé mit Acht- oder Zwölfzylinder für mich dennoch. Gerade weil er eine neue Ära einleuten wollte, die nie kam.


Gut 30.000 8er wurden in der Geschichte von BMW gebaut. Eine Neuauflage gab es nicht. Wohl der einzige Vorteil des Misserfolges: Das Luxus-Coupé wird sicher nie mit verwässertem, modernem Design und aufgeladenen Motoren vorgestellt. Der 8er BMW bleibt einzigartig. (via spiegel.de/auto)

BMW M1 Concept: Drei Motoren für ein Auto
Juli 31st, 2009 von julian

Die Wohlhabenden, sie haben es schwer in Deutschland. Möchten sie sich einen Supersportwagen einer deutschen Marke zulegen, bleibt wenig Auswahl. Natürlich könnten sie sich einen Porsche kaufen, aber was, wenn ihnen das zu langweilig ist?


Viele Alternativen gibt es nicht. Mercedes baute vor nicht langer Zeit den SLR McLaren. Exklusiv, schön, extravagant und bärenstark war der mit einem 5,5 Liter großen V8 ausgestattete Wagen. Sein Nachfolger ist auch schon bekannt. Der SLS AMG wird nicht weniger schön, kann sogar mit Flügeltüren, wie sie einst der 300 SL hatte, glänzen.


Wem Mercedes zu spießig ist, der kann sich dann noch bei Audi umschauen. Den R8 gibt es mittlerweile sogar als V10-Version mit 5,2 Liter Hubraum und 525 PS.


Dritter Premiumanbieter wäre da eigentlich BMW. Aber hier sieht es mehr als mager aus. Sportliches Highlight der Münchner ist wohl ein BMW M5, M6 oder gar X6 M. Darüber? Nichts. So werden einige Kunden zur Konkurrenz abwandern - fast schon gezwungenermaßen.


Das sie auch anders können, das hat BMW mit dem M1 Hommage schon verdeutlicht. Der zwar an den alten, aber immer noch modern wirkenden M1 erinnernde Supersportler würde mit seinem absolut einzigartigen Design sicher einige Käufer zu BMW locken.


Und das möchte der Autokonzern jetzt endlich nutzen. Zur IAA soll ein Hybridsportwagen präsentiert werden, der nicht nur sportlich, sondern auch umweltfreundlich ist.


Das M1 Concept ist deutlich kürzer als der schon vorgestellte M1 Hommage, das Antriebskonzept ist mehr oder minder revolutionär.


Zwei Elektromotoren sollen im M1 Concept verbaut werden. Einer treibt die Vorderachse des Sportlers an, der andere sitzt an der Hinterachse. Unterstützt werden sie nur von einem kleinen Benzinmotor, der unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen soll.


Wieviel Leistung mit so wenig Sprit drin ist? Das muss BMW erst noch zeigen, die Ankündigungen sind aber mutig. Ähnlich schnell wie ein Porsche 911er soll das M1 Concept sein. Wie die Bayern das realisieren, bleibt bis zur IAA ihr Geheimnis.


Wer bis dahin nicht mehr warten möchte, der kann sich ja schon mal das Video über den BMW M1 Hommage anschauen - viel Spaß dabei!