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Die auto(besser)wisser
carmondo | Honda CR-Z – mein erster Hybrid
18.05.2010 von Anja Schieke
Lange habe ich mich gewehrt und alternative Antriebe verteufelt, weil es ja nichts mehr mit richtigem Autofahren zu tun hat. Vor allem wo doch nichts über Sound, Beschleunigung und Fahrspaß geht und der wird ja schon genug getrübt. Als Wochenendpendlerin mit mindestens 25.000 Kilometern im Jahr ärgere ich mich schon mehr als genug auf deutschen Straßen herum, da lass ich nichts an meinen fahrbaren Untersatz kommen, erst recht nichts was mir das letzte bisschen Spaß am Autofahren rauben könnte.
Tja und dann kam die Einladung von Honda, an einem Testtag den nagelneuen CR-Z vor Markteinführung selbst zu fahren. Hm, Hybrid hin oder her, das kleine weiße Coupé hatte es mir schon auf der AMI angetan, da konnte ich nicht nein sagen.
Also schwang ich mich am Dienstag ins Auto und verschwand Richtung Frankfurt, um frisch und munter am Mittwochmorgen vor der Honda Akademie Einlass zu erbitten. Die Begrüßung war sehr freundlich und das Team war jederzeit bei Fragen hilfreich zur Stelle.

Schon beim Betreten des Akademiegeländes lachten mich zwei Reihen mit aufgewienerten blauen, weißen oder schwarzen CR-Z an. Jeder der Kleinen schien um meine Aufmerksamkeit zu buhlten, sodass die Auswahl fast schon schwer fiel. Als Ortsunkundige wurde dann das Navigationssystem zum Auswahlkriterium, somit nahm ich also in einem CR-Z GT mit Premium White Pearl-Lackierung und Lederausstattung Platz.

Auf der AMI hatte ich ja bereits den kleinen Tannenbaum beim Betätigen der Zündung gesehen und auch in Natura ist er eine kleine “Erleuchtung”. Keine Spur von Einheitsbrei, individuell und fahrerorientiert fällt die Cockpitgestaltung aus und auch das integrierte Navi mit Touchscreenbedienung lies sich sofort, ohne Konsultierung des Handbuches, intuitiv bedienen.

Die wichtigsten drei Tasten im Cockpit sind allerdings die Econ, Normal oder Sport Tasten. Hier scheidet sich das Fahrverhalten, die Tankkosten werden beeinflusst und auch die Innenbeleuchtung paßt sich an.

Wählt man Econ, wird man bei behutsamer Fahrt und frühzeitigem Hochschalten mit grüner Beleuchtung der Geschwindigkeitsanzeige belohnt und das kleine Pflänzchen im Display bekommt zunehmend mehr Blätter, sollte allerdings der Gasfuß mit einem durchgehen, dann geht die beruhigende Ökobeleuchtung in blau über und schimpft einen quasi einen Umweltsünder. Die ebenfalls vorhandene Schaltempfehlung ist mir Schnuppe, aber das Grün animiert deutlich mehr meinen Ehrgeiz zum Sprit sparen.
Ok, mein Fahrstil braucht sicher deutlich längere Ausfahrten, um dauerhaften Nutzen davon zu tragen, aber es überrascht mich selbst. Natürlich muss man auch erwähnen, dass man nicht grad Rennwagenfeeling im Econ Modus schnuppert. Die Gasannahme ist entsprechend gedämpft und der Typ hinter mir überlegt sicher schon mich an der nächsten Kreuzung anzuschieben, aber zum entspannten dahin rollen im Stadtverkehrt langt es.

Will man den geballten Gegensatz erleben, schaltet man mit dem Fuß auf dem Gas in dem Sportmodus. Da zeigt sich der kleine Weiße von seiner bösen Seite, springt der Elektromotor mit in die Presche und beschleunigt zügig ohne Veränderung der Gaspedalposition. Warum? Die Gasannahme ist im Sportmodus viel unmittelbarer und auch die Lenkung spricht direkter an. Oh, da schlägt das Herz gleich höher und die Kurvenjagd kann beginnen. Beifahrer würden nun sicher anfangen zu nörgeln, nicht so schnell, hey mach mal sachte, aber kein Beifahrer = kein Gezeter. Hier auf schönen kurvigen Landstraßen spielt der CR-Z seine Trümpfe aus und lässt mich meine Vorurteile vergessen. Ich mag ihn, er weiß was ich will und die rote Beleuchtung feuert die Fahrfreude nur so an.
Nach einer guten Stunde im CR-Z mit diversen Wechseln zwischen Sport, Normal und Econ geht die Tour zu Ende und das Schulungszentrum von Honda erwartet mich. Noch schnell ein paar Fotos gemacht und dann muss ich den Schlüssel schon wieder hergeben. Vermutlich fragt ihr mich nun, welcher Verbrauch am Ende auf der Uhr stand? Meine ehrliche Antwort, keine Ahnung. Hatte mit breitem Grinsen zu tun und hatte viel zu viel Spaß, als das es mich wirklich interessieren würde.

Fazit: man kann mit dem Honda CR-Z sparsam und vernünftig unterwegs sein und es gibt sicher auch Momente, wo es sich durch die Verkehrssituation nicht anders ergibt, aber wenn die Straße frei ist, gibt’s nur eins – rote Beleuchtung.
5 Kommentare zu “Honda CR-Z – mein erster Hybrid”
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20.05.2010 um 15:47
Ich kann dem ganzen wirklich nichts beifügen. Ich bin am 18.05. den Honda CR-Z Hybrid in der Honda Akademie gefahren. Das ganze war eine Lehrveranstaltung für Honda PKW Verkäufer. Im Sport Modus liegt der CR-Z echt wie ein Brett auf der Strasse, und man hat gleich Erinnerungen an den alten Honda CRX. Das die Technik auch sparen kann, sieht man ja schon beim Honda Insight.
Also versucht es alle selber mal. Ihr werdet dem Thema Hybrid gleich anders gegenüber stehen.
01.06.2010 um 00:08
…
@carmondianer ??? Euer Link funktioniert nicht #blog #fehler404…
09.06.2010 um 16:05
Gern geschehen, der Hinweis mit dem Link Fehler 404. Das war von mir über twitter, was man leider im Kommentar darüber nicht erkennen kann.
Uns hat es auch Spaß gemacht und schön, dass wir uns kurz kennen lernen konnten! Bin auf Deine weiteren lebendig geschriebenen Berichte gespannt. LG!
17.06.2010 um 13:03
@enypsilon: danke, freue mich, dass dir der Bericht gefällt
01.08.2010 um 14:37
Habe mir das Fahrzeug auch angeschaut – macht echt Spaß und dank Hybrid auch Grün. Gruß Tom