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Citroen C3: Rundlich, praktisch, gut
18.09.2009 von julian

Egal wohin das Auge auf der IAA 2009 wandert - die Hersteller bemühen sich Lifestyle zu kommunizieren. Ob es das zukunftsträchtige Öko-Auto, der atemberaubende Supersportwagen oder einfach nur der praktische Alltagsbegleiter ist, Luxus und Glamour darf nirgends fehlen.


Schon gar nicht bei Citroen. Und so versuchen die kreativen Ingenieure des französischen Autoherstellers alle drei Eigenschaften - Umweltverträglichkeit, Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit - im neuen Kleinwagen C3 zu vereinen.


Die nötige Frische und Sportlichkeit soll das Design vermitteln. Rundlich ist er noch, der kleine Franzose. In der neuen Generation kommt er aber mit großem Lufteinlass in der Frontschürze, weit in die Karosse gezogenen Frontscheinwerfern und einem knackigen Abgang daher.


Große Motoren darf man deswegen allerdings noch lange nicht unter der kurzen Haube des Citroen C3 vermuten. Hier punktet vielmehr ein kleiner Verbrauch und ein großes Umweltgewissen. Zum Marktstart bietet Citroen einen neuen Diesel mit 90 PS Leistung und Partikelfilter an. 99 Gramm CO2 pro Kilometer sollen im Kleinwagen möglich sein. 2011 folgen dann sowohl ein neuartiges Start-Stopp-System als auch Benzinmotoren mit nur drei Zylindern und optimierten Verbrauchswerten.


Mit 300 Litern Kofferraumvolumen, fünf Türen und einer riesigen, weit in das Dach reichenden Windschutzscheibe sollen die alltäglich geforderten Qualitäten des C3 steigen. Und an Fahrkomfort hat es französischen Autos sowieso noch nie gemangelt.

Fisker Karma: Drei-Liter-Auto der etwas anderen Art
17.09.2009 von julian

Und weiter geht es mit der IAA im Öko-Fieber. Nach der Hybrid-Studie von Lexus jetzt ein Oberknaller aus kleinerem Hause. Der Karma ist eine viertürige Limousine des noch unbekannten Herstellers Fisker. Hält der Autobauer mit seinen Verbrauchsversprechen aber Wort, dürfte es nicht mehr lange dauern bis viele der sportlichen Limousinen über deutsche Straßen rollen.


3,5 Liter soll das exklusive Fünfmeter-Schiff auf 100 Kilometer verbrauchen. Ein Wert von dem selbst etablierte Hersteller nur träumen können. Zumal der Fisker Karma nicht nur über Landstraßen gurkt - die Leistungsdaten sind nämlich schlicht der Hammer.


Zwei Elektromotoren liefern satte 403 PS, damit geht es in nur sechs Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Top-Speed des Elektro-Sportlers ist laut Karma bei 201 km/h erreicht. Der Saft der Lithium-Ionen-Akkus soll beim Fisker Karma für cirka 80 Kilometer reichen - danach schaltet sich ein Verbrennungsmotor ein, der die maximale Reichweite auf 480 Kilometer anhebt.


Der zwei Liter große Turbomotor leistet 209 PS und sorgt zusammen mit der satten Elektro-Power für den unglaublichen Verbrauch. Nur 83 Gramm CO2 produziert der Fisker Karma auf 100 Kilometer. Ebenso viel wie das nahezu unveränderte Schwestermodell ohne Dach. Der Fisker Karma S soll noch mehr Spaß bieten als die viertürige Sportlimousine - und das ohne schlechtes Umweltgewissen.


Schon Mitte 2010 will Fisker den Karma auf den Markt bringen. Der Preis für die luxuriöse, sportliche Limousine beginnt bei etwas mehr als 90.000 Euro. Ein faires Angebot bei der kräftigen Power und dem mickrigen Verbrauch. So erklären sich wohl auch die Absatzvorstellungen des Herstellers. 15.000 Modelle des Fisker Karma sollen pro Jahr verkauft werden. Ein ehrgeiziges Ziel.

Lexus LF-Ch: Sportlicher Öko-Lifestyle auf der IAA
17.09.2009 von julian

Fast hätte man die IAA umtaufen können - die Internationalität ist mittlerweile selbstverständlich, die ökologischen Konzepte der Hersteller waren aber kaum zu übersehen. Wie wäre es also mit einer ÖAA? Ökologische Automobil-Ausstellung. Ganz im Zeichen der Zeit. Wie das neue Conceptcar von Lexus auch, der LF-Ch.


Hinter diesem Bürokraten-Namen verbirgt sich ein Auto, dass gleichzeitig die Umwelt schonen und spannend sportlich die Herzen der nach Individualität strebenden Kompaktwagenkäufer erobern will. Ob das funktioniert? Auf den ersten Blick: Ja!


Im Scheinwerferlicht glänzt der goldene, futuristische Lexus. Die Front präsentiert sich mit schmalen Scheinwerfern und einem Chromgrill der Extraklasse. Die Lufteinlässe in der Schürze samt integrierter Leuchtbänder sorgen für einen aggressiven Auftritt.


Die Seitenlinie ist geprägt von den glänzenden Felgen, den durch eine Kamera ersetzten Seitenspiegel und der hinteren Türen, die ohne konventionellen Griff fast unsichtbar in der Karosse verschwindet. Die coupéhafte Dachlinie und die bulligen Radhäuser treffen den Geschmack.


Schon jetzt ist klar: Das 2011 auf den Markt kommende Kompaktklasse-Modell von Lexus wird ein Lifestyle-Objekt der besonderen Art. Ein ökologisches Statement der Käufer ohne dabei Abstriche bei Komfort oder Leistung machen zu müssen.


Dafür sorgt der Vollhybrid-Antrieb, der auf der Plattform von Toyota entsteht. Rein elektrisch kann sich die LF-Ch Studie so vorwärts bewegen. Wie lange, wie weit, wie schnell - das alles hält Lexus noch geheim. Kommt der Kompaktwagen aber erstmal auf den Markt, so sollen auch normale Verbrennungsmotoren ohne Hybridantrieb zum Einsatz kommen. Nix war es also mit der ÖAA.

Mercedes SLS AMG: Zeitlos schön, aber langweilig?
16.09.2009 von julian

Zumindest von Mercedes ist er wohl das Highlight der IAA 2009 - der SLS AMG. Stark orientiert sich das Design des neuen Supersportlers aus Stuttgart an dem legendären 300 SL Flügeltürer der 50er Jahre. Und so erbt der neue Mercedes auch gleich das wichtigste Designelement - die nach oben schwingenden Schmetterlingstüren.


Auf den Pressefotos, die nur ein paar Tage vor Beginn der IAA veröffentlicht wurden (siehe Blog-Beitrag vom 9.9.2009), sieht man ein elegantes, zeitlos schönes Auto. Live muss der SLS AMG im Trubel der IAA kleine Abstriche machen. Insgesamt wirkt der gewagte Supersportwagen sicher nicht so bahnbrechend wie sein Vorbild aus der Vergangenheit. Die lange Motorhaube, das kurze knackige Heck und die wunderschönen Vielspeichenfelgen lassen den Mercedes satt auf dem Podest stehen.


Der glänzende Untergrund, die diffuse Beleuchtung der gesamten Halle und nicht zuletzt die Menschenmassen um den neuen Mercedes scheinen die klaren Linien der Karosse aber zu stören. Das Gefühl einem ganz außergewöhnlichen, unnahbaren Supersportwagen gegenüber zu stehen kommt nicht auf. Zu unspektakulär steht der neue SLS AMG da - ein Mercedes SLR 722, geparkt auf dem Messegelände vor einer der vielen Hallen, kann da fast mehr beeindrucken.


Vielleicht ist es die aggressivere Erscheinung. Den SLR will man auf der Rennstrecke quälen, quer durch Kurven treiben und mit Top-Speed auf der Autobahn gegen den Horizont heizen. Der SLS AMG ist dagegen mehr der Cruiser. Klare Linien prägen das Bild, es gibt nur wenige Details an denen der Blick hängen bleibt. Der Wagen wirkt wie aus einem Guss - und genau so möchte man ihn auch fahren. Schön gleichmäßig, nicht zu hart, eben so wie es sich für ein Auto mit Geschichte gehört.


Beide sind sie Supersportwagen, glänzen mit außergewöhnlichem Design, brachialer Motorleistung, sensationellen Fahrwerten und nicht zuletzt großem Prestige. Trotzdem sind sie für mich zwei Fahrzeuge, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

IAA live - jetzt geht es los
16.09.2009 von julian

Versprochen habe ich es Euch schon, jetzt geht es daran die Zusage zu halten. Im carmondo News-Blog gibt es ab heute täglich die Highlights der IAA zu sehen. Aber was sind bitte Highlights? Das lasse ich ganz einfach Euch definieren. Schon jetzt gehen es aus dem Thread im Forum aber einige Tendenzen hervor.


Der Mercedes SLS erregt ganz klar Aufmerksamkeit - mal schauen, ob er tatsächlich so atemberaubend ist wie von Daimler behauptet. Die neue Umwelt-Studie von BMW ist im Fokus der Öffentlichkeit. Was für Techniken stecken unter der futuristischen Karosse?


Aber auch von kleineren Manufakturen gibt es einiges zu berichten. Auf dem Wiesmann-Stand wird live ein Fahrzeug zusammengebaut - ist das möglich? Und vor allen Dingen: Ist das interessant?


Zuletzt dann noch ein Highlight, das eigentlich gar keines zu sein scheint. Zumindest für den Normal-Autofanatiker. Fiat frischt den Grande Punto auf und nennt das Facelift schlicht Punto Evo. Aber kann der italienische Kleinwagen tatsächlich noch schöner werden?


Nicht nur Bimmerkiller wird skeptisch sein. Was es sonst noch zu berichten gibt, werdet Ihr natürlich im Blog zu sehen bekommen. Also auf in den Kampf um die besten Fotos der IAA!

Abt Audi TT RS: So wie immer eben
09.09.2009 von julian

Der Audi TT RS ist zweifelsfrei schon ab Werk extrem geil. Ein 2,5 Liter großer Fünfzylinder liefert ganz klassisch die Leistung - und die kann sich sehen lassen. 340 PS beschleunigen das schnittige Coupé in 4,6 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Nur was sagt dazu Audi-Tuner Abt?


Lächerlich. Der Motor scheint nicht annähernd an der Leistungsgrenze, der Beschleunigungswert lässt sich noch drücken. So wie immer eben. Also ran an den Fünfzylinder und geschaut, wo es hängt.


Zum Beispiel bei der Ladeluftkühlung. Die muss her. Und die Motorelektronik hat auch noch keinen Biss. Mit Abt-Power ändert sich das. Aus 340 PS werden mal eben 420. Der ausgeklügelte Motor will schließlich Respekt - und das möglichst auch von Porsche-Fahrern.


Die Beschleunigung sieht mit der Extra-Power auch nochmal anders aus. 0,3 Sekunden schneller geht es auf die 100 km/h im Abt Audi TT RS. Insgesamt vergehen für den Sprint nur noch 4,3 Sekunden, auch die Top-Speed hat was vom Leistungsplus. Aus den elektronisch abgeregelten 250 km/h werden im Abt TT RS satte 282 Kilometer pro Stunde.


Und der Preis für die Extra-Power? Der wird Audi TT RS Interessenten wohl wenig abschrecken können. 80 PS für 3.990 Euro - das kann man verkraften, wenn man für ein zweisitziges Coupé mindestens 55.800 Euro auf den Tisch blättert. (via auto-news.de)

Mercedes SLS: Die Legende lebt
09.09.2009 von julian

Was für ein sensationelles Auto! Ich bin wahrlich kein Mercedes-Fan, aber was die Schwaben mit dem SLS da auf die Räder gestellt haben, das macht mich nur noch sprachlos.


Was war es für ein Wagnis, den legendären 300 SL neu aufleben lassen zu wollen, und jetzt schaue man sich diesen Wagen an. Das Unvorstellbare hat funktioniert - der SLS ist zeitlos elegant, erinnert gnadenlos an den Supersportwagen der 50er Jahre und wirkt dabei kein Stück aufgesetzt.


Ein Meisterleistung ist das Design, nicht mehr und nicht weniger. Die lange Motorhaube, der große Grill mit nur einer Lamelle und dem überdimensionierten Mercedes-Stern, die Seitenansicht mit den sportlichen Kiemen und den Schmetterlingstüren - alles ist perfekt. Das Heck dabei nicht klobig, nicht futuristisch, nicht überbreit, sondern schlicht, filigran und wunderschön. Kann ein Auto besser aussehen? Ich kann es mir schwer vorstellen.

Auch der Innenraum ist ein Genuss. Die Lüftungsdüsen, die Sportledersitze, der Start-Knopf, der Schalthebel - alles ist mit unglaublich viel Liebe zum Detail gestaltet und passt sich perfekt ein. Was muss es für ein Gefühl sein, den satten V8 in diesem wunderschönen Auto zum Erwachen zu bringen.


571 PS leistet der brachiale Motor. In nur 3,8 Sekunden spurtet der Mercedes SLS von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Das alles bleibt hinter dieser Erscheinung aber völlig nebensächlich. Dieses Auto muss keine neuen Geschwindigkeitsrekorde setzen, im Gegenteil. Dem zeitlosen Design steht keine hirnlose Raserei. Dieser Wagen will bewegt und nicht gequält werden. Es scheint, als strebe jedes verbaute Teil nach vollendetem Perfektionismus.


Wen interessiert da der Verbrauch, der selbstverständlich etwas höher liegt als in einem beliebigen Kompaktwagen? Wieviele SLS werden wohl wieviele Kilometer zurücklegen? Es schlägt nicht zu Buche. Und wenn der letzte Liter Sprit verfahren ist, der SLS lebt weiter. (via Mercedes-Benz Passion Blog)

McLaren MP4-12C: Fortsetzung eines Mythos?
09.09.2009 von julian

1993 fertigte McLaren einen Supersportwagen, der Autofans noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der McLaren F1 war ein Durchbruch, ein Auto wie kein zweites. Er markierte die absolute Sportwagen-Spitze. Und soll jetzt vom MP4-12C beerbt werden. Eine gute Idee?


Fast möchte ich mit nein antworten, und das obwohl der neue Sportwagen aus dem Hause McLaren alles andere als langweilig oder lahm ist. Der Motor dieses aufregenden Supersportwagens ist eine eigene Entwicklung von McLaren. Aus nur 3,8 Litern Hubraum schöpft der als Mittelmotor eingebaute Achtzylinder 600 PS.


Die Karosse des Supersportwagens baut auf einem Monocoque aus Kohlefaser auf, auch die übrige Bauweise ist stark auf Leichtbau getrimmt. Gegen Aufpreis soll es eine Keramikbremsanlage geben, die 20 Zöller sind geschmiedet und weniger schwer als normale Aluminiumfelgen.

Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt die maximal 600 Newtonmeter Drehmoment an die hinteren Schlappen. Auf komfortable Features müssen Interessenten des McLaren MP4-12C nicht verzichten. Neben ABS und ESP gibt es eine Klimaanlage, eine Touchscreen-Navigation und ein Soundsystem der Extraklasse. Wo aber sind die Alleinstellungsmerkmale des Vorgängers?


600 PS reißen heutzutage niemanden mehr aus dem Hocker, die Leistungswerte dürften an die eines Bugatti Veyron kaum hinreichen. Der V12-Motor mit über 600 PS ist ebenfalls Geschichte. Der MP4-12C will eher gegen Porsche Turbo oder Bentley Continental GT antreten - und ist damit meiner Meinung nach eine Klasse unter dem ehemaligen McLaren F1 positioniert.


Danach sieht auch die Preisgestaltung aus. Zwischen 140.000 und 200.000 Euro soll ein McLaren MP4-12C kosten. Der wirkliche, übersportliche Mythos eines F1 scheint Geschichte.

Seat Leon und Altea: Neue Ecomotive-Modelle auf der IAA
08.09.2009 von julian

Seat übt sich entgegen dem Image der sportlichen, spanischen Autos weiter im Spritsparen. Auf der IAA stellt der Autohersteller jetzt drei neue Öko-Modelle mit dem Label “Ecomotive” vor. Der Leon, der Altea und der Altea XL bekommen einen Dieselmotor mit optimiertem Verbrauch eingepflanzt.


Dabei kommt in allen drei Modellen das gleiche Aggregat zum Einsatz. Der 1,6 Liter große Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung leistet 105 PS und ist serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgerüstet.


Mithilfe einer Start-Stopp-Automatik sowie eines Bremsenergie-Rückgewinnungssystems reduziert der kleinere Diesel den CO2-Ausstoß im Vergleich zum gleichstarken und gut bekannten 1,9 Liter TDI um ganze 20 Gramm pro Kilometer.


So soll der neue Leon Ecomotive mit durchschnittlich 3,8 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer auskommen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von genau 99 Gramm pro Kilometer. Die Fahrleistungen können sich dennoch sehen lassen: In 11,5 Sekunden spurtet der Öko-Seat von Null auf 100 Kilometer pro Stunde, die Höchstgeschwindigkeit beziffert der spanische Autobauer mit 188 km/h.


Der größere Altea beziehungsweise Altea XL kommt da nicht ganz so weit. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 183 km/h erreicht, der Sprint auf 100 Kilometer pro Stunde dauert 12,4 Sekunden im Altea und 0,3 Sekunden länger im größeren Bruder Altea XL. Den Kraftstoffverbrauch gibt Seat bei beiden Modellen mit genau 4,5 Liter Diesel an.


Die Preise für die neuen Ecomotive-Modelle sind noch nicht bekannt. (via auto-motor-sport.de)

Kicherer Mercedes C-Klasse: Anti-Rentner-Benz
08.09.2009 von julian

Wirklich prollig ist die Mercedes C-Klasse von Kicherer nicht aufgemacht, Understatement sieht aber trotzdem anders aus. Der Tuner weiß, wie er die Leistung des modifizierten C 63 AMG am besten nach außen kommuniziert - und verbaut dementsprechend viel Karbon.


Schon der eigentlich so prestigeträchtige Kühlergrill mit seinem großen Stern muss den sportlichen Ambitionen des High-Class-Tuners weichen. Ein schwarzer Schlund steht an seiner Stelle, die Lamellen sind aus echtem Karbon gefertigt. Die breite Frontschürze macht Platz für einen großen Lufteinlass und zwei runde Nebelscheinwerfer, Carbon-Flaps sind jeweils an den Flanken angebracht.


Kotflügelverbreiterungen, Karbon-Spiegelkappen und Seitenschweller mit - wer hätte es gedacht - Karboneinsätzen machen die Seitenlinie perfekt. Das frische Gewindefahrwerk drückt den ehemaligen Rentner-Benz noch weiter an den Asphalt, die 20 Zöller füllen die Radhäuser restlos aus.


Ein großer Karbon-Diffusor, die vier riesigen Endrohre und 275er Schlappen sorgen für ein sattes Bild von hinten. Kicherer perfektioniert die Umgestaltung der biederen Limousine zum geduckten, bösen Benz. Ein herrlicher Anblick - der mit Leistung satt hinterlegt ist.


550 PS leistet das üppige V8-Aggregat mit 6,2 Litern Hubraum nach der Kicherer-Behandlung. Das maximale Drehmoment klettert auf 630 Newtonmeter, die Höchstgeschwindigkeit weit über die ab Werk abgeregelten 250 km/h. Die elektronische Sperre entfernt der Tuner selbstverständlich - immerhin gleicht sie einer Kastration des potenten Achtzylinders. (via Mercedes-Benz Passion Blog)

Volvo C30 Facelift: Bunter Hund
08.09.2009 von julian

Volvo stellt auf der IAA in Frankfurt das Facelift des kleinen C30 vor. Der stylische Kompakt-Schwede kommt mit frischem Gesicht und vielen Farben. Technisch gibt es wenig neues.


Am einfachsten ist das Facelift des Volvo C30 an der Front zu erkennen. Die Scheinwerfer sind dynamischer gestaltet, reichen weit in die Seiten und schauen nicht mehr so nüchtern wie bisher. Dazu gibt es einen Kühlergrill mit großem Volvo-Emblem und Wabengitter, auch die Einfassungen der Nebelschweinerfer sind gewachsen und können ab sofort in einem Kontrastton bestellt werden.


Das Heck präsentiert sich stärker akzentuiert, allgemein soll ein sportlicher Eindruck entstehen. Für die Top-Modelle D5 und T5 gibt es ein Styling-Paket, das Auspuffrohre aus Edelstahl, spezielle Fußmatten und Alu-Applikationen bietet. Ebenfalls gegen Aufpreis gibt es für alle Modelle mit Ausnahme des C30 1.6 Drive ein Sportfahrwerk.


Viel Auswahl gibt es bei den Motoren des C30. Fünf Benziner und vier Diesel sind im Angebot. Bei den Benzinmotoren geht es mit genau 100 PS und 1,6 Litern Hubraum los. Den Zweiliter-Vierzylinder mit 145 PS gibt es in gleich zwei Varianten - eine spezielles Spritsparmodell namens Flexifuel soll hier für einen Verbrauch von 7,8 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer sorgen. Weiterhin die Leistungsspitze markiert der C30 T5 mit satten 230 PS.


Die Dieselmotoren starten mit einer Leistung von 109 PS. Der 1,6 Liter große Vierzylinder ist ebenso wie der Zweiliter-Benzinmotor in einer Spritsparversion erhältlich. Nur 3,9 Liter Dieselkraftstoff soll das Triebwerk mit Start-Stopp-Automatik schlucken, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 104 Gramm pro Kilometer. Aber auch für sportliche Fahrer hat Volvo Selbstzünder im Angebot. Das Zweiliter-Aggregat leistet 136 PS, der stärkste Diesel im C30 D5 kommt auf 180 PS.


Bleibt nur die Frage, wie man sich bei so viel Auswahl überhaupt entscheiden soll. Und, wieviel der ganze Spaß kostet. Infos gibt es bestimmt auf der IAA, der Marktstart lässt jedenfalls nicht mehr lange auf sich warten - noch in diesem Jahr soll das Facelift auf die Straßen rollen.

Rolls-Royce Ghost: Der bessere Golf?
07.09.2009 von julian

Seltsam. Die Präsentation des neuen Rolls-Royce Ghost konnte ich weniger erwarten als die des VW Golf. Warum eigentlich? Einen Rolls-Royce werde ich mir nie kaufen, einen Volkswagen da schon eher.


Was macht den Ghost also so interessant? Vielleicht ist es die Tatsache, dass ausgerechnet Rolls-Royce jetzt ein kleineres Modell auf den Markt bringt. Den Einstieg in die Liga der Superreichen sozusagen. Wer kauft so ein Auto? Ein kleiner Phantom, der Luxus ohne Ende bietet - ganz klar bei der Marke - aber eben kostengünstiger ist als sein großer Bruder. Sollte Geld wirklich noch eine Rolle spielen auf diesem Preisniveau?


Es ist doch mehr die Vernunft, die dem ein oder anderen Superreichen noch nicht gänzlich fremd ist. Vielleicht erinnert er sich noch an das nicht ganz so reiche Elternhaus, an das erste eigene Auto.


Da scheinen die 340.000 Euro für einen Phantom doch zu viel, obwohl es ein Nobel-Hobel erster Güte ist. Der Ghost markiert da schon fast den Charakter des Schnäppchens. Cirka 250.000 Euro wird das gute Stück kosten, ist dabei fast genauso geräumig wie das größere Modell und sicher ebenfalls nicht untermotorisiert. Unter zwölf Zylindern scheint bei den Engländern jedenfalls nichts zu gehen.

So wird auch die staatstragende Karosse des Ghost mit einem Triebwerk der Extraklasse gepaart. 6,6 Liter Hubraum stehen dem V12 zur Verfügung, 570 PS sind eine ordentliche Ansage.


In nur 4,9 Sekunden geht es im kleinen und wohl auch sportlichen Rolls-Royce von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Bei 250 km/h wird die Luxuskarosse elektronisch abgeregelt.


Ordentliche Fahrwerte für ein Auto, das satte 2.435 Kilogramm auf die Waage bringt. Mit einem Kofferraumvolumen von 490 Litern ist der Familienwagen der besonderen Art fast so praxistauglich wie ein Passat - das passt doch!


Die Achtgang-Automatik macht einem das Leben leicht, mit dem großen, 82,5 Liter fassenden Tank muss man trotz V12 nicht ständig nachtanken. Die 16 Lautsprecher sorgen für sensationelles Entertainment, die Bordbar ist ein nettes Feature gegen den Durst.


Ein hervorragendes Reiseauto also, der neue Rolls-Royce Ghost. Vernünftig, komfortabel, geräumig - was spricht da noch gegen einen Kauf? Vielleicht überlege ich mir das ja doch nochmal, immerhin ist ein Golf auch etwas bieder. (via autobild.de)