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Die auto(besser)wisser
Erfahrungsbericht Chevrolet Beretta, Sportwagen 3,1 L V6 Autom.
Kilometerstand: 124000 km, davon selbst gefahren: 35000 km
Wie ich das Fahrzeug nutze/genutzt habe: Erstwagen
Mein Fahrstil: normal
Diese Erwartungen stelle ich an mein Fahrzeug: Zuverlässigkeit, günstiger Unterhalt, Robustheit, wintertauglichkeit
Stärken
- Zuverlässig u. unverwüstlicher V6
- Vollverzinkt - kein Rost
- Günstiger Unterhalt
- Günstiger Anschaffungspreis
- günstige Ersatzteilpreise
Schwächen
- Biederes Äußeres
- Billig anmutende Innenausstattung
- weicher Fahrersitz
- hinten Trommelbremsen
Meine Erfahrungen
Der Chevy Beretta GT ist ein selten anzutreffendes Fahrzeug, welches definitiv unterschätzt wird. Auch auf US-Car-Treffen ist der Beretta ein äußerst seltener Gast.
Gebaut wurde der beschriebene Wagen in Linden, NJ, USA, sieht aber (fast) aus wie ein Koreaner. Sein Äußeres Erscheinungsbild ist eher bieder und nicht gerade ein Design-Leckerbissen.
Die Innenausstattung zeigt den Kostendruck - nicht schön aber funktionell.
Der Fahrersitz ist viel zu weich und gibt kaum Seitenhalt.
Wieso liebe ich dennoch dieses Fahrzeug??????? Da gibt es viele Gründe und die Kombination aller positiven Aspekte ist für mich absolut überzeugend.
1. Die Karosse ist vollverzinkt - Rost somit kein Thema. Die Rostvorsorge am Unterboden ist überzeugend und gut.
2. Die Unterhaltskosten sind gering. Steuer: EURO 2
3. Sehr hohe Zuverlässigkeit, robuste, erprobte Technik, keine Kinderkrankheiten
4. Unkaputtbarer V6 (3,1L T-Engine), wie auch aus dem Chavalier, Corsica, Pontiac Firebird etc bekannt. Diese Maschine hält selbst bei durchschnittlicher Pflege 400.000-500.000 km und mehr. Die 140 PS reichen nicht zum Rasen aber das Drehmoment überzeugt beim Beschleunigen ;-)
5. Unkaputtbares, ausgereiftes, zuverlässiges Automatik-Getriebe.
6. Lächerlich günstige Ersatzteilpreise (z.B. Lambda-Sonde € 32 - fragt mal den Preis für die Lambda-Sonde für Euren Wagen in Eurer Werkstatt des Vertrauens an!!!!!)
7. OBD I - d.h. wenn sich die "Service Engine soon"-Leuchte meldet, (hatte bisher nur die Lambda-Sonde) benötigt man kein Auslesegerät. Einfach eine Büroklammer nehmen, zwei Kontakte am Stecker kurzschließen und den Fehler "ausblinken" - fertig.
8. Absolute Wintertauglichkeit: Der V6 ist vorne quer eingebaut und treibt die Fronträder an. Im vergangenen Winter hat mich keine Schneewehe aufhalten können und bin ich oft genug an vereisten Steigungen an manchen teuren Luxuskarossen vorbeigezogen, welche trotz elektronischer Helferleins nicht mehr voran kamen.
9. Der Sound: Er hört sich an, wie ein "Großer"
10. Der Verbrauch: 8-10 L/100 km. Für einen V6 mit 3,1 L Hubraum prima.
11. Mancher Beifahrer sucht anfangs verdutzt, wo die Tür zu Öffnen ist - der Türgriff liegt senkrecht in der Tür vor der B-Säule. Cool.
12. Die Sicherheitsgurte sind in der jeweiligen Tür verbaut. D.h., man kann die Tür öffnen und aussteigen, ohne sich abzuschnallen. Finde ich eine geniale Lösung.
Fazit: Wer ein exotisches US-Car fahren möchte und Funktionalität, Zuverlässigkeit und günstigen Unterhalt priorisiert, ist mit einem Beretta GT bestens bedient.
Achtung: der V6 muß es schon sein - die Vierzylinder-Maschinen überzeugen mich persönlich nicht und sind bekanntermaßen bei weitem nicht so robust.
Ein Coupé, mit dem man sportlich beschleunigen kann aber welches nicht zum Dauerrasen geeignet ist. Cruisen auf längeren Reisen, Fenster runter, Tempomat ein, die richtige Musik dazu - das ist mein Beretta.
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Technische Daten:
Chevrolet Beretta, Sportwagen - 3,1 L V6 Autom.
| Hubraum: | 3135 ccm |
| Motor-Zylinderanordnung: | V6 |
| Höchstgeschwindigkeit: | 180 km/h |
| Beschleunigung 0-100km/h: | 8,9 Sekunden |
| Maximalleistung: | 140 PS |
| Maximalleistung: | 103 kW |
| Kraftstoffart: | Normal bleifrei |
| Abgasnorm: | EURO 2 |
| KFZ-Steuer p.a.: | 235 € |
| Inspektion alle | 10.000 km |
| Kosten pro Inspektion: | 120 € |
| Kraftstoffverbrauch: | 8-10 Liter |
| Kaufdatum: | Mai 2009 |
Spritmonitor Verbrauchsdaten
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Bericht wurde nachträglich bearbeitet am 13. Juli 2010 10:01 Uhr.




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